Film / 22.08.2007

Zwischen Himmel und Hölle

Gerade das erste Mal vollständig gesehen. Scheint mir der beste Antikriegsfilm zu Vietnam zu sein. Gedreht von Oliver Stone basiert der Film auf zwei autobiographischen Büchern von Le Ly Hayslip und beinhaltet mehrere Jahrzehnte ihres Lebens. Als Tochter eines chinesischen Reisbauern erlebt sie den Krieg in Vietnam mit all seinen Grausamkeiten, wird gefoltert und vergewaltigt. Als Prostituierte lernt sie in Saigon den GI Steve kennen und geht später mit ihm nach Amerika. Ihre Ehe scheitert. Beide werden vom Schicksal und den Umständen, die sie zusammenführten, eingeholt. Steve, nur noch ein psychisches Wrack, nimmt sich das Leben. Als geschäftige und reiche Amerikanerin kehrt Le Ly Hayslip mit ihren drei Söhnen nach 16 Jahren in ihre Heimat zurück. Auch dort sind die Wunden des Krieges innerhalb wie außerhalb ihrer Familie und ihres Dorfes allgegenwärtig. Le Ly Hayslip lebt heute in Kalifornien. Oliver Stone vervollständigt mit “Zwischen Himmel und Hölle” (1993) seine Vietnam-Triologie (“Platoon”, 1986 u. “Geboren am 4. Juli”, 1989), zeigt den Krieg und die Kriegsfolgen aus Sicht der vietnamesischen Bevölkerung. Rührend, sehr sehenswert und durchaus auf andere Invasionskriege übertragbar. Kriege sind pervers und verachtenswert. Ohne Ausnahme…

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