sonst so / 4.07.2009 / 4 Kommentare

WTF

Heuchlerische Doppelmoralisten, getrieben von ihrer Ahnungslosigkeit, wollen Computerspiele verbieten und feiern anschließend ihren Mangel an Sachverstand auf Schießständen in Schulen und auf Schulhöfen.

via Nerdcore

4 Kommentare vorhanden

  1. geschrieben am 6. July 2009 um 15:02 Uhr | Permalink

    Das klingt schon etwas makaber. Aber warum sollte ausgerechnet diese Sportart nicht im Umfeld von Schulen trainiert werden? Bei vielen Menschen scheint das Bild unserer vollkommen gewaltfreien Sportart noch immer von für uns Schützen recht seltsam anmutenden Vorurteilen geprägt zu sein. Dabei gibt es alleine in Deutschland rund 15.000 Schützenvereine mit 1.500.000 Mitgliedern die für fast 350.000 Kinder und Jugendliche eine von der Deutschen Sportjugend anerkannte Kinder- und Jugendarbeit leisten.

  2. tech
    geschrieben am 7. July 2009 um 01:34 Uhr | Permalink

    Nach Winnenden und den anderen Amokläufen an Schulen ist dieses “Schießen auf dem Schulhof” gelinde gesagt geschmacklos. Mir erschließt sich auch nicht, warum eine solche Veranstaltung ganz ohne Winnenden im Hinterkopf auf dem Schulhof stattfinden muss, oder Schießstände in Schulen untergebracht werden müssen.

    Das Foto ist mittlerweile auf vielen Seiten gezeigt worden. Mein Text oben richtet sich nicht gegen den Schützen-Sport im allgemeinen, auch wenn in dem Bereich einiges diskutabel wäre. Wenn Menschen sich in Vereinen zusammen finden, um gemeinsam einem Hobby oder einer Sportart nachzugehen, dann kann man das gesellschaftlich nur positiv sehen. Der Schützensport ist nicht per se von Gewalt geprägt. Kenne auch niemanden, der das ernsthaft behauptet.

    Wünschenswert wäre – und deshalb der Text zum Foto, wenn statt einer pauschalen und fern von Sachkenntnis stattfindenden Verteufelung die gesellschaftliche Bedeutung des eSports, der auch in Vereinen oder vereinsähnlichen Verbindungen betrieben wird, anerkannt würde.

  3. Tetsuo_Shima
    geschrieben am 7. July 2009 um 14:26 Uhr | Permalink

    Ganz Ehrlich… Mich nervt solche Berichterstattung. Ich sehe es so wie Gerhard. Jeder Deutsche Schütze gehört zu den vertrauenswürdigsten Menschen in Deutschland. Von polizeilichen Fürungszeugnis bis Sachkundenachweis geprüft bis zum gehtnichtmehr. Inzwischen sogar das Grundgesetz umgangen um den Deutschen Schützen weiter zu kontrolieren. Jeder Zocker der mit dem Finger auf die Schützen zeigt und sagt DIE DA aber nich wir, ist genau so schlimm. Denn letztendlich sitzen wir alle in einem Boot.

    P.S.: Ich finde deine Text zu dem Bild zu übertrieben. Letztendlich weisst du nichts über die Menschen die das dort veranstallten, verurteilst sie aber. Selbst wenn es so ist, bist du in diesem Fall nicht besser als Sie…

  4. tech
    geschrieben am 8. July 2009 um 00:00 Uhr | Permalink

    Ich hatte ja geschrieben, dass sich der Text nicht gegen den Schützen-Sport allgemein richtet. Ich finde allerdings, dass Waffen grundsätzlich nichts in einer Schule zu suchen haben. Egal aus welchem Anlass.

    Kein vernünftiger Mensch verlangt, dass man jetzt Schützenfeste verbieten muss, weil jugendliche Amokläufer auch in Schützenvereinen waren. Auf der anderen Seite werden – auch erwachsene – Computerspieler diskriminiert, wenn sie auf LAN-Parties ganz friedlich ihrem Hobby nachgehen wollen.

    Ein konkretes Beispiel: Erst kürzlich wurde eine Ü18-LAN-Party in Karlsdorf-Neuthard durch die Gemeinde-Verwaltung abgesagt, während aber auf einem örtlichen Schützenfest Kinder unter 14 Jahren an einem Jugend-Turnier des Schützenvereins teilnehmen dürfen. Die Argumentation der Verwaltung ist heuchlerisch oder unsachlich. Da kann man sich jetzt eins von beiden aussuchen (siehe diese Meldung).

    Es ist wahrscheinlich ohne grössere Probleme durch eine Umfrage zu belegen, wenn man behauptet, dass die Zahl der Politiker, die in Schützenvereinen organisiert dem Schützen-Sport nachgehen, grösser ist, als jene die Computerspiele spielen. Hier ist also die Nähe der Politik zum Schützen-Sport grösser, als zum eSport bzw. zu den computerspielenden Menschen. Darauf und auf den unsachlichen Umgang mit Computerspielern zielt der Text entsprechend ab.

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