TV-TIPP: Heute 22:05 RTL (1:50 Uhr Wiederholung)

Regie: James McTeigue – Deutschland/Großbritannien/USA – 2006
Großbritannien in einer faschistischen Zukunft. Die Menschen werden kontrolliert und bespitzelt. Kanzler Sutler (John Hurt) hat ein totalitäres System installiert, das auf Macht, Angst und Glaube basiert. Nachts streifen so genannte Fingers – die Fänger des Systems – durch die Strassen, um Bürger aufzuspüren, die sich nach Beginn der Sperrstunde noch draußen aufhalten.
Eines Abends – die Ausgangssperre hat schon begonnen – trifft Evey (Natalie Portmann) auf ein paar angetrunkene Fingers. Diese wollen in Ausübung ihrer Macht der jungen Evey an die Wäsche. Doch sehr weit kommen sie nicht. Denn plötzlich erscheint ein Unbekannter (Hugo Weaving), der sein Gesicht hinter einer Guy Fawkes-Maske versteckt und sich später lediglich als “V” bezeichnet. Er befreit Evey aus ihrer misslichen Situation.
Wenig später werden beide Zeuge, wie, begleitet von klassischer Musik, das Justizgebäude Londons gesprengt wird. Es ist der 5. November – 400 Jahre nachdem im Jahre 1605 schon einmal eine tyrannische Regierung an der Macht war. Damals wollten Revolutionskämpfer das Regierungsgebäude sprengen. Dieser Gunpowder Plot wurde seinerzeit von Guy Fawkes angeführt. Er brachte damals 36 Fässer Schiesspulver zur Sprengung in einem Tunnel unter. Fawkes wurde jedoch, noch bevor er seinen Plan verwirklichen konnte, mit allen seinen Mitverschwörern gefasst und wegen Hochverrats gehängt.

Jetzt, 400 Jahre später, will V ganz im Sinne von Fawkes erneut eine Revolution anzetteln, die ein Jahr später am 5. November ihren Höhepunkt erreichen soll. Die englischen Bürger sollen endlich aufbegehren und das faschistische Regime stürzen.
Evey, anfangs noch ahnungslos, wird zusehends zu seiner Komplizin. Als sie dem Geheimnis von V auf die Schliche kommt, entdeckt sie auch die Wahrheit ihrer eigenen Vergangenheit. Sie wird zur Verbündeten im Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit.
“V wie Vendetta” wird weithin als Comic-Action gehandelt. Es ist jedoch mehr. Der Film ist die große Hoffnung nach George Orwells “1984″ und eine Ode an die Revolution. Alle Schauspieler, von der größten Hauptrolle bis zur kleinsten Nebenrolle, glänzen geradezu mit ihren Leistungen. Für mich persönlich einer der besten Filme die letzten Jahre. Das Drehbuch kommt von Andy Wachowski und Larry Wachowski (Matrix).

2 Kommentare vorhanden
Bereits mehr als einmal gesehen, wirklich guter film, hat das talent einen die repressionen miterleben zu lassen
Wenn der Film irgendwann mal auf dem Index stehen sollte, dann treffen wir uns im Untergrund, ok? ;)