damals / 28.07.2009

TV-TIPP: Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend

Ein Dokumentarfilm von Lutz Hachmeister (Das Goebbels-Experiment…) und Mathias von der Heide über den staatlichen Jugendverband in der DDR. Die Mitgliedschaft in der FDJ begann normalerweise als Schüler der 8. Klasse und löste so fast automatisch die Mitgliedschaft bei den Pionieren ab. Als einfacher FDJ’ler nahm man an den FDJ-Nachmittagen und anderen Pflichtveranstaltungen teil, die allesamt wie alles bei der FDJ vom politischen Dogma der DDR geprägt waren. StreberInnen, die ein Studium oder andere weitergehende Karrieren in der DDR im Sinn hatten (manchmal aber einfach auch aus Ãœberzeugung), strebten schon da Ämter in der FDJ innerhalb des Klassenverbandes oder auch darüber hinaus an.

Kaum eine andere Institution hat die Bürger der ehemaligen DDR so miteinander verbunden wie die Freie Deutsche Jugend. Der Mitgliedschaft in der FDJ konnte man sich kaum entziehen – und wenn doch, dann in der Regel nur mit negativen Konsequenzen für Biografie und Karriere. In ihrem Dokumentarfilm „Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend” beleuchten Grimme-Preisträger Lutz Hachmeister und Co-Regisseur Mathias von der Heide zum ersten Mal die Gesamtgeschichte dieser merkwürdigen Institution, deren Insignien das blaue Hemd und die aufgehende Sonne waren. In der FDJ lernte der gesamte Führungsnachwuchs der DDR „Kaderpolitik”, auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt es für ratsam, sich dort aktiv zu engagieren. (daserste.de)

Erwähnt wird in der Dokumentation auch der Punk in der DDR. Quasi die Gegenkultur mit der Gier nach Leben und Aufbegehren.

Sendetermin: Heute Abend 22:45 Uhr in der ARD

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