nano
sonst so / 11.03.2008

Neuer Dreck

Hatte ich schon mal im Angebot. Nun scheint es konkreter zu werden. Und irgendwie doch nicht. Die Lebensmittelhersteller schweigen sich aus oder stellen sich unwissend. Diesem Artikel nach aber scheint die Nanotechnologie Einzug zu halten in unsere Lebensmittel.

“Weltweit sind schätzungsweise bereits bis zu 600 Lebensmittel mit Nanozusätzen auf dem Markt”, warnt Wilfried Kühling, der Chef des Wissenschaftlichen Beirates der Umweltschutzorganisation BUND.

Bei der Wurstherstellung sollen Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe in Nanokapseln dafür sorgen, dass der Brotbelag besser aussieht und nicht so schnell gammelt; in Sportgetränken sollen sie sicherstellen, dass Vitamine und andere Zusatzstoffe tatsächlich ihre Wirkung entfalten.

Und bei Ketchup, Gemüsebrühe und Salz zum Beispiel können Nanoteilchen dazu eingesetzt werden, die Fließ- und Rieseleigenschaften der Produkte zu verbessern. Quelle

Lecker.

sonst so / 29.04.2006

Neuer Dreck

Ok, vielleicht mit Fragezeichen. Aber ansich klingt das alles schon wieder garnicht so gut.

Wenn das Bodenputzmittel Emsal Nanotec auf dem Parkett zerfließt, gehen die winzigen Zwerge an die Arbeit. Sie setzen sich in Windeseile in alle Fugen, klammern sich dort fest und lassen kein Tröpfchen Wischwasser mehr durch. Eine Meisterleistung der Wichte, die Millionen Mal kleiner sind als ein Floh: Quellende Holzbeläge gehören der Vergangenheit an … Kleine Ursache, großes Risiko – so sehen es Toxikologen. Sie warnen vor unkalkulierbaren Gesundheitsgefahren von Nanopartikeln, wie sie nicht nur Emsal-Hersteller Werner & Mertz in seinen Produkten verwendet. Immer mehr Firmen entwickeln solch mikroskopisch kleine Wunderknirpse und peppen damit ihre Waren auf. Sie verbessern die Eigenschaften von Wandfarben, Fenstersprays, Sonnencremes, Kaugummis, Tabletten und zig weiteren Produkten. Das Problem: Niemand weiß, ob sich die Partikel durch Einatmen, Schlucken oder über die Haut auch im menschlichen Körper ansiedeln – und was sie dort anrichten.

Mehr dazu im Stern-Artikel: Verbraucherrisiko Nanotechnologie

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