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Musik / politik / 18.07.2007

warm wa

Hat wohl nichts gebracht mit dem Live Earth Event. Außer einem riesigen Berg Schulden für die Veranstalter des Hamburger Live Earth Konzertes. 950.000 Euro Verlust habe man gemacht. 1,45 Millionen Euro kostete der Spaß alleine in Hamburg (Haben Künstler entgegen der Ankündigung doch Gage bekommen?). 1,25 Millionen Euro habe man mit Ticketverkauf, Merchandising und Sponsoring aber lediglich eingenommen. Hinzu kommt eine Abgabe in Höhe von 750.000 Euro an die weltweite Live-Earth-Initiative. Mit dieser Gebühr sollen die Transporte und Reisen der Künstler ausgeglichen werden. Das hinterlässt doch alles einen sehr faden Beigeschmack.

Am Ende stellt sich noch raus, dass man singen kann, was man will, es wird trotzdem immer wärmer auf diesem Planeten. Es muss wohl erst zu Stromausfällen in klimatisierten Penthouses kommen, bis strukturelles Umdenken einsetzt.

also singen wir: “All I Need is Summer” gemashupt von Pheugoo

12.07.2007

Gewissensentertainment

Live Earth hat geholfen. Schon am Abend des Konzertes fielen die Temperaturen. Dank vieler verkaufter Konzerttickets und abgeschickter SMS.

Einfach weitermachen.
Das gute Gewissen ist Ware geworden, wie das meiste im Leben. Und das Versprechen mit dem Milliarden verdient werden, weil wir uns alle mit dem Kern unserer Existenz danach sehnen, heißt einfach nur: Alles wird gut.

Alles wird gut, wenn du zahlst – Netzeitung.de

Musik / prem / 8.07.2007

Hey You

von Madonna
2007, Pop, US
Official Live Earth Video

(“Hey Madonna, Ill stop driving my car when you stop driving your 10 cars.” Entnommen aus den YouTube-Kommentaren)

politik / 8.07.2007

Live Earth – Brot und Spiele

Diese Konzerte sind Brot und Spiele. Die Welt geht unter, lasst uns dazu singen…
live-earth.jpg
Das war schon immer so, und es funktioniert ja ganz gut.

Es ist eine Unart – oberflächlich, man sieht es besonders an den Trailerhäppchen in den Umbaupausen – heutzutage große Probleme eventmäßig zu thematisieren und abzuhandeln (und ja immer schön fleißig SMS schreiben).

Im Fall von “Live Earth” sind es Gelder für die Al Gore Stiftung, die eingespielt werden. Mal sehen, wozu die gut sein werden. Eine Kosten/Nutzen-Rechnung wäre aber trotzdem mal ganz interessant. Juli-Sängerin Eva brachte es gegen 22 Uhr wohl auf den Punkt: “Es ist schon kälter geworden!”. Welch herrliche Ironie.

Ansonsten steht eben der PR-Faktor für alle Beteiligten im Raum. Greenpeace hat z.b. in Richtung Daimler-Chrysler Kritik geübt. Und das Konzert in Shanghai in China, dem bald größten Weltverpesster, war fast schon heuchlerisch.

Aber wenigstens die MSN-Livestreams haben gut funktioniert.

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