irak
politik / 19.03.2007

4 Jahre Krieg und US-Besatzung im Irak

Scott Ritter, ehemaliger UNO-Waffeninspektor im Rahmen der UNSCOM-Mission, meinte damals: “Ich sehe keinen Unterschied zwischen der Invasion Iraks und der Invasion Polens durch Hitler im Jahr 1939″. Hitler habe seine Soldaten unter dem Vorwand der Selbstverteidigung einmarschieren lassen, US-Präsident George W. Bush habe sich 2003 genauso verhalten. “Es ist dieselbe Lüge”

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Die ganze Perversion der Kriegsmaschinerie wird schon auf der Seite der Besatzer in einer ‘kleinen’ Dokumentation über ein US-Krankenhaus in der grünen Zone von Bagdad deutlich. “Baghdad ER” zeigt ungeschminkt den Alltag im “86th Combat Support Hospital” der US-Armee, in das verwundete und sterbende US-Soldaten – und auch so mancher verstümmelte Iraker – zur Erstbehandlung eingeflogen werden.
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1.06.2006 / 28 Kommentare

Baghdad ER

Das ist ganz harter Stoff.
Am vergangenen Wochenende lief in den USA zur besten Sendezeit die HBO-Dokumentation “Baghdad ER”:

Sie zeigt ungeschminkt den Alltag im “86th Combat Support Hospital” der US-Armee, jenem Krankenhaus in Bagdads “grüner Zone”, in das verwundete und sterbende US-Soldaten – und auch so mancher verstümmelte Iraker – zur Erstbehandlung eingeflogen werden. Es sind die unmittelbarsten und schockierendsten Bilder vom Irak-Krieg, die die Amerikaner bisher in ihre Wohnzimmer geliefert bekommen haben… In den USA ist vom Feldzug im Irak normalerweise nicht viel zu bemerken. Wer nicht gerade in der Nähe einer Militärbasis wohnt, wird durch nichts an den Krieg erinnert – abgesehen von den kleinen Kästchen in den Tageszeitungen, in denen Namen, Alter und militärischer Rang der zuletzt Gefallenen aufgelistet werden.
(Mehr dazu bei Spiegel-Online.)

Ich hab ja schon einiges gesehen. Aber was in der Doku gezeigt wird, hat schon eine andere Qualität. Es sind nicht nur die Verletzungen, die Amputationen und das Sterben im OP, auf die die Kamera ohne Zensur drauf hält. Es ist ein klares ungeschminktes Bild vom Krieg ohne Helden und von einer medizinischen Maschinerie, die sicher ihr bestes versucht, den verwundeten Soldaten zu helfen. Aber es dominiert trotz hier und da gefallener kritischer Worte der Eindruck einer Maschinerie, in der eben jeder “nur” seinen Job erledigt. Aber es ist mehr, es ist Krieg.
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