internetsperre
politik / 5.05.2009

Petition gegen Indizierung und Sperrung von Internetseiten

Es kann nicht oft genug erwähnt werden, deshalb auch hier noch einmal der Hinweis auf die aktuell laufende Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten. Hintergrund sind die Regierungspläne zur Sperrung von Internetseiten mittels einer Sperrliste, deren Inhalt nur das BKA bestimmt und ansonsten geheim bleibt, um den Konsum von Kinderpornografie im Internet zu verhindern. Über den Sinn und Unsinn dieser Maßnahme und vielmehr noch über die Gefahr einer neuen demokratie-abgewandten Zensurkultur kann man sich hervorragend im Internet informieren. Das man auch beim Thema Kinderpornografie im Internet das Übel an der Wurzel packen kann, zeigte vor kurzem Carechild mit einem Versuch (Internetzensur: CareChild-Versuch blamiert Deutsche Politiker…).

Der Sinn von Petitionen ist prima auf Hoaxbusters beschrieben.

Von Markus kommt gerade noch der Hinweis auf den “Mitzeichner“-Twitteraccount, auf dem man live in Zahlen mitverfolgen kann, wie sich immer mehr Mitzeichner finden. 50.000 sind für eine Petition erforderlich, um vor den Petitionsausschuss zu kommen. Seit gestern läuft die Petition und innerhalb der ersten 24 Stunden haben sich bereits 19.804 Bürger als Mitzeichner eingetragen. Das ist ein ganz hervorragender Zwischenstand bis jetzt. Die Mitzeichnung der Petition läuft noch bis zum 16.06.2009.

politik / 27.04.2009 / 2 Kommentare

3 Interviews zum Thema Internetsperre

Die Sendung 3sat.neues führte drei Interviews zum Thema Internetsperre in Deutschland. Im Blog der Sendung stehen die Interviews als Videos (jeweils knappe 7 Minuten lang) zum Anschauen bereit.
Die Interviews wurden mit themen-kompetenten Leuten geführt:
-> mit Axel Kossel von der c’t
-> mit Andreas Maurer vom Provider 1&1
-> mit Johnny Haeusler von Spreeblick.com
Johnny sagt da am Ende seines Interviews noch etwas wichtiges und recht besorgniserregendes.

via Spreeblick

22.04.2009

Fast 20 Jahre freies Internet – ein kleiner Abgesang

Mal von den Anfängen in Deutschland mit Zwangsproxy bei Providern wie Metronet abgesehen. Das waren damals Zwänge mangelnder Performance wegen.

“Kommt alles wieder!” schreit Opa aus dem Hintergrund.
Opa hatte in dunklen Jahren mal für seinen Cousin, der Kommunist war, die Druckmaschine versteckt.

Nun denn, es war toll mit Dir liebes Internet. Du warst in Deiner Struktur so schön grenzenlos und ideologiefrei. Zwanzig Jahre virtuell echte Freiheit. Was will man mehr?

Jetzt sind mal andere dran. Nämlich die, die sich gerne an Dingen abarbeiten, die anarchische Züge in sich tragen.

“Kommt alles wieder!” wiederholt sich Opa im Hintergrund.
Opa muss es ja wissen…

Lieben Gruß in die Zukunft.

nach oben