Heute 21:00 Uhr Arte

Preisgekrönter Dokumentarfilm von Hubert Sauper, auf den ich schon des öfteren hingewiesen habe, weil den Film gesehen haben sollte, wer willens und fähig ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen.
Die Geschichte nimmt in den 60igern ihren verhängnisvollen Anfang:
Zu dieser Zeit setzte ein Regierungsbeamter in einem Experiment ahnungslos ein paar Nilbarsche im Viktoriasee aus, obwohl diese Riesenfischart in dem zweitgrößten Südwassersee der Erde (68.800 km²) bis dahin nicht heimisch war. Die ökologischen Folgen waren katastrophal. Innerhalb von einigen Jahrzehnten fraßen die Barsche einen Großteil der anderen Fische auf. 400 Arten starben aus. Der „Clou“ dabei: Das Filet des Edelfisches lässt sich teuer nach Europa verkaufen. Und so starten auf dem Flugplatz in Mwanza, Tansania, täglich Transportmaschinen mit 50 Tonnen Fischfilets in ihren dicken, stählernen Bäuchen. Doch von dem Exportboom profitieren nur wenige. Rund 10.000 Jobs wurden geschaffen, dafür aber 80.000 vernichtet. Die meisten einheimischen Fischer sind ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote beträgt 95 Prozent. Der Profit wandert gleich auf Schweizer Nummernkonten der Mächtigen und geht für die Abzahlung der Auslandsschulden drauf. Die krepierende Bevölkerung in Tansania hat davon nichts. In einem Klima aus Hungersnot, AIDS-Epidemien und bitterer Armut kämpfen die Menschen ums nackte Überleben, während die Nahrung, die sie retten würde, vor ihren Augen nach Europa ausgeflogen wird. Ein paradoxes, irrsinniges Schauspiel. Entarteter Kapitalismus. Nur der Stärkste überlebt. Darwins Albtraum eben. Quelle
Es gibt allerdings auch kritische Stimmen, die der Situation vor Ort positives abgewinnen, trotz der eindrücklichen Bilder der Dokumentation.
Die Situation heute: Katastrophe oder Chance?

Das Leben von Joseph Goebbels (1897 – 1945) war schillernder und beunruhigender, als es die gängige Zuordnung als Propaganda-Genie oder “Reichslügenbold” nahe legt. Die Tagebücher, die er von 1924 bis 1945 ununterbrochen und exzessiv führte, geben einen überraschenden Blick frei hinter die öffentliche Fassade des Menschen Goebbels. Es entsteht das dichte Porträt eines Mannes, der hochtourig zwischen Weltschmerz, Wehleidigkeit, Vernichtungswut und politischer Extase hin- und herschwankte. Ein Experiment in Sachen Stilisierung und Manipulation, das er nicht nur mit der Öffentlichkeit vollführte, sondern auch mit sich selbst – so war der Täter sein eigenes und erstes Opfer.
Als 2002 in den USA zwei Mädchen den Burgergiganten MC Donalds mit einer Klage für ihre Fettleibigkeit und ihr Übergewicht verantwortlich machen wollten, kam Morgan Spurlock endlich die passende Idee für seinen ersten Dokumentarfilm. Er startete den ultimativen Fastfood-Selbstversuch und ernährte sich 30 Tage lang ausschließlich mit Produkten von MC Donalds. Morgens, Mittags und Abends. Begleitet wurde er dabei von seinem Freund, dem Kameramann Scott Ambrozy. Ein kleines Team aus Ärzten untersuchte regelmäßig seine Blut-, Fett- und Cholesterinwerte.