Im Supermarkt gibt es ja bekanntermaßen fast alles. In China ist jedoch scheinbar noch mehr drin.
Eine chinesische Firma hat jetzt in China die Firma eines Berliner Bloggers verklagt. Dieser hatte in seinem Weblog einen Artikel von Spiegel-Online nacherzählt und mit persönlichem Kommentar versehen, in dem es um chinesische Produktpiraterie im Fall eines deutschen Luxus-Reisebuses geht. Verlangt wird öffentliche Entschuldigung und wirtschaftliche Entschädigung.
Der Berliner Blogger hat nun eine Vorladung vor das chinesische Provinzgericht in Yancheng erhalten. Am 17. Juli 2007 um 9 Uhr habe er dort pünktlich zu erscheinen.
Mehr dazu bei Spiegel-Online. Dort werden auch nochmal Fotos der Reisebus-Kopie gezeigt. Nebenbei erwähnt, läuft derzeit in Peking eine Klage von MAN gegen den Reisebus-Raubkopierer.
Eine Bekannte von mir, Chinesin und Studentin in Ulm, meinte mal zu mir, wenn China soweit ist, die USA abzulösen, dann wirds ungemütlich.
Supermarkt China
Daddeln gegen Bares
Das Spiel ‘World of Warcraft’ trägt schon seltsame Blüten. Denn wer kennt sie nicht, die Menschen im Bekannten- und Freundeskreis, die keine Zeit mehr haben, denen es nur noch um ihr WoW geht. Das es bei dem Spiel auch um viel Geld geht, zeigen nicht nur die recht hohen monatlichen Gebühren für den Zugang zum Spiel.
In China wird auf ganz andere Weise Geld mit WoW verdient. Dort arbeiten Jugendliche unter unwürdigen Bedingungen täglich 12 Stunden als sogenannte Goldfarmer, um in WoW virtuelles Gold zu scheffeln, welches ihre Chefs dann im Internet zu echtem Geld machen. Ihr Monatsgehalt beträgt dabei zwischen 60 bis 100 Euro. Käufer für dieses virtuelle Gold scheint es reichlich zu geben, denn in China boomt dieser (Sklaven-)Arbeitsmarkt.
Siehe Tagesthemenbeitrag zur WoW-Sklaverei in China bei YouTube.
Patriotismus für 17 Cent
Im Einkauf, versteht sich. ;)
Das ganze Fähnchenmeer, welches derzeit allenorten zu sehen ist, wird in Sachen Patriotismus doch überbewertet. Wenn die WM vorbei ist, oder die deutsche Mannschaft vorzeitig ausscheiden sollte, werden auch die ganzen Deutschland-Fähnchen an den Autos wieder verschwinden. Manche auch schon vorher, dank ihrer schlechten Qualität. Da Qualitäts-Fähnchen aus deutscher Produktion 10 bis 30 mal so teuer sind, wie Billigimporte aus China, endet der Patriotismus für manche Händler am Geldbeutel.
Bei Abnahme von über 50.000 Stück liefern Firmen aus dem Reich der Mitte “German car flags” für rund 17 Cent pro Stück – die dann hier für bis zu 5 Euro über den Ladentisch gehen. Die Fahnennot verschärfen dürften schlechte Nähte, die die schwarz-rot-goldenen Flatterteile schnell ausfransen lassen.
Auch der Stiel ist weniger dauerhaft als es Neupatrioten recht sein dürfte. Bei Tempo 100 ist oft Ende der Fahnenstange, wie FIG-Mann Lo Cicero jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit feststellt: “Auf der Autobahn Köln-Aachen liegen die Dinger reihenweise am Fahrbahnrand.” (mehr/quelle)
Heute ist übrigens der 17. Juni.

Bei Abnahme von über 50.000 Stück liefern Firmen aus dem Reich der Mitte “German car flags” für rund 17 Cent pro Stück – die dann hier für bis zu 5 Euro über den Ladentisch gehen. Die Fahnennot verschärfen dürften schlechte Nähte, die die schwarz-rot-goldenen Flatterteile schnell ausfransen lassen.