blogs
sonst so / 26.04.2007 / 3 Kommentare

Torten sind zum essen da

blty.gif
Ist ja verständlich, dass man immer mal wieder versucht ist, die Bloglandschaft (be)greifbar zu machen. Mit Schubladen lässt sich besser sortieren und selektieren. Aber wenn man sich wieder nur die Spitze eines Eisbergs vornimmt, dann wird das doch der Unterwasserwelt und der Landschaft insgesamt nicht gerecht. Ich bin schon eh kein Freund von Typisierungen anhand von Persönlichkeitstests. Warum, wenn nicht nur aus geschäftlichem Interesse, muss man nun ran gehen und Blogger in Schubladen packen wollen? Das klappt sowieso nicht. Das Fazit ist zugebenermaßen so abwegig nicht, aber durch die Arbeitsweise mit dem Eispickel zu kurz gegriffen. Auch hier, wie die teilweise transportierte Wahrnehmung der re:publica als ‘Bloggermesse’, ist das Ergebnis bezogen auf die gesamte Bloglandschaft nicht wirklich relevant.
Backanleitung zu dieser Torte – ein Produkt von Egoload.de – gibt es als PDF: hier. (via dittes.info blog)

Der beste Weg für Leser, interessante Blogs zu finden, ist immer noch der Weg über die gute alte Suchmaschine oder die handgemachte Blogroll auf anderen Weblogs. Find ich. :)

kleiner Nachtrag: Das 46% der Gesamtbevölkerung Realisten sind, waage ich stark zu bezweifeln. Da ist man wohl in der Excel-Tabelle aus der Schnarchnasen-Spalte abgerutscht.

sonst so / 25.04.2007

Nachbars Weblog: web2null

Wer beim Thema Web 2.0 vor Begeisterung kaum die Füsse auf dem Boden halten kann, dem sei auf die Schnelle das Weblog web2null.de nahegelegt. Dort werden seit über einem Jahr Webdienste vorgestellt und gesammelt, die sich im Umfeld des “Web 2.0″ tummeln. Mittlerweile gibt es wohl kaum noch einen Bereich, für den sich nicht eine passende Web 2.0 Anwendung im Internet finden ließe. Neben der Entwicklung ständig neuer Dienste ist das Clonen von bereits vorhandenen Diensten ebenso sehr beliebt. Das Schöne an dem riesigen Angebot ist, dass einige dieser Webzweinuller direkt wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

sonst so / 13.04.2007

Nachbars Weblog: Textspeier

Wieder mal im Clinch mit Rechnungsstelle des BKA, da der extremistische Rucksackbomber aus Islamabad, welchen ich pflichtbewusst anzeigte, angeblich nur ein extrem buckliger Sonnenstudiobesitzer aus Bad Kissingen war! Auf die Frage, ob ich die Kosten für den 200köpfigen SEK-Sondereinsatz auch mit sozialer Arbeit abgleichen könne, gegengefragt worden, ob ich denn eine Lebenserwartung von 300 Jahren hätte! Finde ich toll, dass man sich trotz der harten Arbeit beim BKA noch so einen feinen Humor bewahrt hat! (quelle)

Der Textspeier ist eigentlich Pflichtlektüre. :)

sonst so / 13.04.2007

Der aktuelle Zustand der deutschen Blogosphäre

Möchte man sich derzeit über den aktuellen Zustand der deutschen Weblog-Kultur, der sogenannten ‘Blogosphäre’, informieren, dann kommt man an dem Beitrag “Schweige, Spirale!” von Thilo Baum mit seiner punktgenauen Analyse nicht vorbei. Besonders in Hinblick auf die aktuell in Berlin stattfindende re:publica, eine Konferenz, eine Bloggermesse, ein Usertreffen, wie auch immer man das Zusammentreffen einiger Blogger bezeichnen möchte. Bei aller Aufmerksamkeit und der zahlreichen Teilnahme von Bloggern ist diese Konferenz mit der dort propagierten Stimmung/Leitlinie ihrer ‘Leithengste‘ letztlich dennoch nicht repräsentativ für die deutsche Weblog-Kultur.
Das muss man dieser Tage einfach mal betonen.

sonst so / 12.04.2007 / 1 Kommentar

Nachbars Weblog: Gooearth

Marius sammelt in seinem Weblog kuriose Satelliten-Aufnahmen und bietet dazu auch gleich noch die passenden kmz-Files an, mit denen man sich die Orte in Google-Earth anschauen kann. Schöne Sache. Oder aber man klickt einfach auf die von ihm angebotenen Links und surft die Orte einfach per Browser auf Google-Maps, Virtual Earth (MS) oder Yahoo-Maps an.
flugzeugunfall.jpg
Hier sieht man das Flugzeugwrack aus dem Film ‘Krieg der Welten’ der Universal Studios in Los Angeles zwischen West Hollywood und Burbank.
Das und viel mehr auf Gooearth.de.

sonst so / 11.04.2007

Erste re-publika Zwischenbilanz

Frisch von der SMS-Wand*:
republica-zwischenbilanz.png
Die re:publica ist ein derzeit in Berlin stattfindendes Usertreffen von sogenannten A-Bloggern und jenen, die mal solche werden wollen (Vermutung!), plus interessierte Noch-Nicht Blogger. Thema ist das Leben. Im Netz. In Zeiten des modernen Web 2.0 ordentlich zur Konferenz aufgeblasen und markig gesponsert. Gerüchteweise soll derzeit auch eine Alternativ-Konferenz von Nicht-Mehr Bloggern stattfinden. Hab da aber im Netz noch nichts zu gefunden.
» mehr…

sonst so / 4.04.2007

Werbeagentur unterwandert deutsche Weblogs

Besser gesagt, ist es der klägliche Versuch, die deutsche Blogosphäre mit einer unehrlichen Marketingkampagne zu unterwandern. Aufgeflogen und publik gemacht wurde die ganze Geschichte heute.

Worum geht es genau: Vor einigen Wochen wurden fünf Identitäten ins Leben gerufen, die sich der modernen Web2.0 Instrumente bedienen: Weblogs, Flickr, YouTube, MySpace. All das musste in den folgenden Wochen dafür herhalten, um diese Identitäten zu entwickeln und ein Freundesnetzwerk unter diesen fünf Personen aufzubauen.

So entsteht ein zwischenmenschliches Konstrukt, welches durchaus authentisch wirkt. Ob es das tatsächlich auch ist, wird allerdings zweitrangig. Denn letztenendes steht dahinter lediglich eine Marketing-Kampagne für einen neuen Duft. Was jetzt noch fehlte, war ein gewisser Bekanntheitsgrad in der Blogosphäre. Was nützt das schönste Marketing-Netzwerk, wenn es niemand liest? Also machten sich die Fünf auf und bespamten eine ganze Reihe von Weblogs.

Sehr subtil gemacht das Ganze. Dennoch flog diese neue Art der Heuschreckenplage jetzt auf. Die ganze Geschichte und Chronologie gibt es bei denen, die es aufgedeckt haben: Wortfeld.de (Teil 1) und The Maastrix (Teil 2).

Werbung in Weblogs ist nicht neu. Neu bzw. relativ neu ist jedoch das Überschreiten von Grenzen, nämlich die Vermischung von Werbung und Inhalt. Eine Grenze, die einem eigentlich heilig sein sollte. Alleine schon der eigenen Glaubwürdigkeit wegen. Die, die da draußen fleißig bezahlte Werbetexte in ihren Blogs für Produkte verfassen, sollten sich mal überlegen, was sie da tun und ob sie nicht solchen PR-Heuschrecken Vorschub leisten. Es ist allerdings so oder so zu befürchten, dass man künftig in der Blogosphäre öfter mit solchen Fakeblogs zu tun haben wird.

nach oben