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sonst so / 18.03.2009

Wir müssen einfach mehr verbieten

Dann kann auch weniger passieren. Sehr gut, dass da jetzt auch eigeninitiativ durchgegriffen wird!

F!XMBR hat heute in Hamburg während einer Aufsehen erregenden Pressekonferenz bekannt gegeben, dass es Kaufhof-Mitarbeitern über 18 Jahren zukünftig nicht gestattet sei, F!XMBR zu besuchen. Man reagiere damit auf die Reaktion des Hauses Kaufhof auf den Amoklauf in Winnenden. Es scheint so, als arbeiten im Hause Kaufhof labile Menschen, die aus PR-Gründen zu Schnellschüssen neigen, so F!XMBR. [...]

Besuch-Verbot von F!XMBR für Ü18-Kaufhof-Mitarbeiter

sonst so / 22.02.2009

Die Zeitung von morgen?

asc-nyt-skimmer

Sieht so die Online-Zeitung von morgen aus? Article-Skimmer nennt man das, was man da derzeit bei der New York Times ausprobiert. Sieht ganz nett aus, ist aber doch gewöhnungsbedürftig. Letzten Endes ist es dann auch nur das übliche Anteasern von Artikeln. Vorgestellt wurde das Ganze neben anderen Innovationen am Freitag auf einem API-Kongress der NYT (siehe SpOn-Artikel).

Wesentlich spannender finde ich da, wie Markus mit Hilfe dieses Artikel-Skimmerns seine Inhalte aus unterschiedlichen Quellen zu einem “Livestream” zusammengefasst hat. Das hat echt was.

sonst so / 11.11.2008

20 Jahre Haft für Blogger “Nay Myo Kyaw”

Neues aus der, in der Blogosphäre kurz in Mode und schnell wieder in Vergessenheit geratenen, Krisenregion Burma. Ich erinnerte Anfang des Jahres schon mal daran, und die Reaktionen waren damals “erleuchtend”. Im Januar diesen Jahres war der burmesische Blogger Nay Myo Kyaw verhaftet worden. Er betrieb unter dem Namen Nay Myo Latt im Umfeld der Proteste gegen die Militärjunta ein systemkritisches Blog. Er schrieb über den Alltag in Burma und die hohen Lebenshaltungskosten, die damals zu den aufflammenden und durch die Militärjunta blutig niedergeschlagenen Protesten führten.

Jetzt ist Nay Myo Kyaw durch ein Gericht für seine Aktivitäten zu 20 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Seine strafbaren Handlungen sind dem Urteil nach die Beleidigung des Staates, der Verstoß gegen den sogenannten “Electronic Act” und der Verstoß gegen den sogenannten “Video Act”. Neben ihm sind noch weitere Aktivisten verurteilt worden, berichtet Heise.de.

Die Organisation “Reporter ohne Grenzen” ruft nun alle Blogger der Welt dazu auf, sich solidarisch für Nay Myo Kyaw einzusetzen. Jetzt kann der Teil der damals so besorgten deutschen Blogosphäre zeigen, wie ernst es ihr vor über einem Jahr mit einem freien Burma war.

Musik / 18.06.2008

Radiowellen

Musik aus Radiowellen hatten wir neulich schon einmal in einem sehr feinen Mix (a ghost in the phase…). Die verwendeten Kurzwellen-Fetzen stammten aus dem Blog “Shortwavemusic”. Dort sammelt man, beheimatet in Hollywood, Kurzwellen-Signale, die sich bis nach Hollywood verirren. Und das sind Töne und Geräusche meist von Radiostationen aus aller Welt, wie man an den zahlreichen Einträgen und Hörbeispielen sehen kann.
Eine tolle Idee, dieses Blog: Shortwavemusic

politik / 7.05.2008

Real Time Players

Interessantes Experiment des ZDF im Rahmen des Themenschwerpunktes 60 Jahre Israel:

Real Time Players, das sind zehn junge Israelis und Deutsche zwischen 16 und 23 Jahren, die einander ihr Land zeigen. In Videotagebüchern geben sie persönliche Eindrücke in ihren Alltag: Kassam-Raketen in Sderot, Nachtleben in Mainz, Schulalltag in Jerusalem oder Auchwachen in einem Kibbuz in der Negev Wüste.

Videoblog – Real Time Players
Die Doku zum Blog in der ZDF-Mediathek: Rendezvous im Netz

sonst so / 23.04.2008 / 1 Kommentar

Social Web Boomerang 2.0

Wenn man sich bei jedem zweiten Social Web 2.0 Dreckszeug anmeldet, wobei die im folgenden zu erkennenden Dienste nicht explizit als solches bezeichnet sind, dann kommt es schon mal dazu, dass diese Dienste ihre gesammelten Daten auch irgendwie in Anwendung bringen. So warben bis vor ein paar Stunden drei dieser Social Web 2.0 Anbieter in Textanzeigen mit den Vollnamen einiger ihrer Nutzer.


drei Beispiele, Vollnamen unkenntlich gemacht

Sicherlich aus Zufall traf es auch ein paar Blogger. Deren Empörung ist nun groß:
Update: Facebook-Werbung
Web2.0 Werbung, jetzt auch in meinem Namen, fuck.

Neben der durchaus berechtigten Beschwerde klagt man in einem Fall auch gleich auf Schadensersatz. Einer dieser Userdaten-generierten Werber beruft sich übrigens auf die Unbedenklichkeitserklärung der eigenen Rechtsabteilung. Sicher auch mit Blick auf ihre AGB’s. Und diese sollte man sich am besten immer genau durchlesen, bevor man seine Identität irgendwelchen Internetseiten offenbart. Vielleicht erspart man sich die Arbeit aber schon, wenn man sich vorher überlegt, ob man wirklich jeden zweiten “Social” Dreck benötigt, der da draußen angeboten wird.

damals / politik / 20.04.2008 / 3 Kommentare

Suchpool DDR-Bürger

Ein besonders dunkles Kapitel der ehemaligen DDR waren die Zwangsadoptionen. Sie waren als Machtinstrument der DDR ein Mittel des Staates in das Leben von Familien einzugreifen. Zwangsadoptionen wurden vor allem gegen Familien von Republikflüchtigen sowie auch gegen Familien von politisch anders denkenden Menschen eingesetzt. Als Gründe für die staatliche Kindesentziehung galten versuchte Republikflucht, staatsfeindliche Hetze oder auch Ausreiseanträge. Kinder wurden aus ihren Familien gerissen und in Heime oder zu Pflegefamilien gegeben. (Mehr dazu hier)
Aber auch andere Gründe führten dazu, dass Familien auseinander gerissen wurden.
Die Seite Suchpool DDR Bürger, im Weblog-Format von Eva Siebenherz / Netzwerkstasiopfer Selbsthilfe e.V. betrieben, bietet eine unkomplizierte Möglichkeit eine Suchanfrage nach vermissten Angehörigen oder Freunden aus alten DDR-Zeiten ins Netz zu stellen oder sich selber suchen zu lassen. Die bereits vorhandenen Suchanzeigen lesen sich schon jetzt wie ein kleines Kapitel im Geschichtsbuch der DDR. Sie lassen die teilweise dramatischen Schicksale hinter den Geschichten der Suchanzeigen erahnen und berühren sehr.

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