big brother
politik / 18.04.2007

Schnell noch neuen Perso holen

2010 bräuchte ich einen neuen Personalausweis. Angesichts der Sammelwut von biometrischen Daten und meiner nicht so ausgeprägten Freude darüber, überlege ich mir, noch schnell einen Ausweis alter Baureihe zu holen. Weiß vielleicht jemand, ob das Teil dann ähnlich lang gültig ist, wie bisher? Oder muss ich in Kürze dann doch wieder hin und Abdrücke aller Art hinterlassen? Wahrscheinlich sind aber unkooperative Fragen wie diese nur noch altmodisch.

“Nach Auskunft des Bundesinnenministeriums läuft der am 1. März gestartete Feldtest zur Aufnahme von Fingerabdrücken im elektronischen Reisepass (ePass) problemlos. Die Akzeptanz zur Abgabe des Fingerabdruckes sei in der Bevölkerung vorhanden. Nur vereinzelt fragten Antragsteller nach, was mit den abgenommenen Fingerabdrücken passiert. Die meisten freuten sich über den Preisnachlass von 5 Euro, mit dem Meldeämter die Testteilnahme “vergüten”.”
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88435

politik / 18.04.2007 / 2 Kommentare

Gegen Vorratsdatenspeicherung

Kreativ gegen die Vorratsdatenspeicherung, so der Aufruf von Netzpolitik.org.
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Dem komme ich hiermit gerne nach. Denn wir bewegen uns, wenn es nach dem Willen von Bundespräventivminister Wolfgang Schäuble gehen soll, in Richtung eines Überwachungsstaates, der mehr und mehr verdachtsunabhängig Daten eines jeden Bundesbürgers registrieren und speichern möchte.

Die Pläne von Wolfgang Schäuble, über dessen Urteilsfähigkeit (Stichwort: Posttraumatische Belastungsstörung) zunehmend spekuliert wird, sind weitreichend und im sogenannten Schäuble-Katalog zusammengefasst. Während einige seiner Pläne noch den Status zweifelhafter Ideen haben, wird es bei anderen Vorhaben langsam ernst. So steht heute das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung im Bundeskabinett zur Diskussion.
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politik / 11.04.2007

Gegen ausufernde Überwachung

Aufruf zur Demo. Wer Samstag in der Nähe ist, der sollte vorbei schauen.
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vorratsdatenspeicherung.de

“Über 20 Bürgerrechtsorganisationen, politische Gruppen und Datenschutzvereinigungen rufen für Samstag, den 14. April unter dem Motto “Freiheit statt Angst” zu einem Protestmarsch in Frankfurt am Main gegen die ausufernde Überwachung durch Staat und Wirtschaft auf. Die Organisationen sind sich einig, dass es höchste Zeit ist, vor dem Hintergrund permanenter Verschärfungen von Sicherheits- und Überwachungsgesetzen für die Bewahrung der Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger auf die Straße zu gehen. Die Demonstration wendet sich unter anderem gegen die Vorratsspeicherung des Telekommunikationsverhaltens der gesamten Bevölkerung, gegen verdeckte Online-Durchsuchungen von Computern und gegen die neue Wunschliste von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble… ”
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politik / 30.03.2007

Alltag Überwachung

Ob durch neue Kameras oder dauerhafte Speicherung von Telefondaten, ob sichtbar oder im Verborgenen: Immer mehr Informationen über den Einzelnen werden gesammelt, gespeichert und verknüpft. Alles zur Sicherheit der Bürger und zum Vorteil der Konsumenten? Vollzieht sich ein Wandel im Umgang mit Informationen in der digitalen Welt oder ist es bereits der Weg in den Überwachungsstaat? Spurensuche in Deutschland – ein Video-Feature in vier Teilen. [Tagesschau.de]

Das sehr informative vierteilige Video-Dossier zum Thema ‘Alltag Überwachung’ bei Tagesschau.de ist jetzt auch für den Offline-Gebrauch verfügbar. Man kann sich alle vier Teile einzeln oder als kompletten Film runterladen. Schwerpunktthemen sind die Vorratsdatenspeicherung, RFID-Chips, die Kameraüberwachung an öffentlichen Plätzen.
Zum Download hier entlang.

politik / 26.03.2007

Online-Durchsuchungen

Die TAZ hat ein Gespür für lustige Interviews. Neulich Schäuble. Heute der Chef des Bundeskriminalamtes.

Eine polizeiliche Online-Durchsuchung ist kein Hacking. [...] Die Online-Durchsuchung ist dagegen ein polizeiliches Werkzeug, das im Einzelfall gegen tatverdächtige Schwerstkriminelle zum Einsatz kommen kann – kontrolliert und hochprofessionell. [...] Im Kern geht es nur darum, den von den Schwerstkriminellen bereits vollzogenen digitalen Quantensprung aufzuholen. [...] Wir können über die Verwendung bestimmter Schlüsselbegriffe steuern, dass ganz private Daten von der Polizei gar nicht zur Kenntnis genommen werden.

Das ganze Interview gibt es bei der TAZ: “Am Computer des Täters ansetzen” (via)

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9.03.2007

The Big Brother State


Link: sevenload.com
Eine düstere Flash-Animation zum Thema Überwachungsstaat von David Scharf von der Fachhochschule Augsburg. Veröffentlicht unter CC-Sampling Lizenz. Kann auch als Video in verschiedenen Auflösungen runtergeladen werden: bigbrotherstate.com
via BoinBoing.net via Netzpolitik.org

politik / 8.02.2007 / 1 Kommentar

Wundert Sie wirklich noch irgendwas?

taz: Herr Schäuble, sind Sie der ranghöchste Hacker Deutschlands?

Wolfgang Schäuble: Nein, ich komme in keinen Computer rein, ich weiß auch kaum, wie die Polizei das macht. Ich weiß gerade mal so, was ein Trojaner ist.

taz: Haben Sie Angst vor den sogenannten Trojanern, also vor Spionagesoftware?

Wolfgang Schäuble: Nein, ich öffne grundsätzlich keine Anhänge von E-Mails, die ich nicht genau einschätzen kann. Außerdem bin ich anständig(*), mir muss das BKA keine Trojaner schicken.

Wolfgang Schäuble im Interview bei der TAZ

Was sich wie eine Satire liest, hat sich auf Nachfrage von Udo Vetter/Lawblog.de als voller Ernst herausgestellt. Auch soll der Bundesinnenminister bei dem Interview erkennbar nüchtern gewesen sein. Udo Vetter war nicht der Erste, der ungläubig die Authentizität des Interviews bei der TAZ nachfragte.
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