1984
Film / 6.08.2009

1984

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Regie: Michael Radford – Großbritannien – 1984

Die düsteren Visionen George Orwell’s von einer Welt, aufgeteilt zwischen drei Supermächten, die sich endlos bekriegen und in denen die Bürger einer totalen Ãœberwachung durch die Gedankenpolizei ausgesetzt sind und wo die herrschende Diktatur die Nachrichten durch das “Wahrheitsministerium” in die Sprache der jeweiligen Tagespropaganda übersetzen lässt.

Zugegebenermaßen ist der Zugang zu dieser filmischen Umsetzung Orwell’s spannenden Romans wegen der gewöhnungsbedürftigen Inszenierung eher schwer. Dennoch wird das heftige Szenario eines Regimes der totalen Kontrolle und Ãœberwachung und in dem jegliche Gefühle und die Freiheit der Gedanken verboten sind, überaus deutlich. In der Hauptrolle glänzt John Hurt (auch bekannt aus ‘Alien’) geradezu.

Ausgestrahlt wird der Film heute Nacht zum 25. Todestag von Richard Burton. Die Figur des O’Brien in diesem Film war seine letzte große Rolle.

Film / 27.06.2009 / 2 Kommentare

V wie Vendetta

TV-TIPP: Heute 22:05 RTL (1:50 Uhr Wiederholung)

Regie: James McTeigue – Deutschland/Großbritannien/USA – 2006

Großbritannien in einer faschistischen Zukunft. Die Menschen werden kontrolliert und bespitzelt. Kanzler Sutler (John Hurt) hat ein totalitäres System installiert, das auf Macht, Angst und Glaube basiert. Nachts streifen so genannte Fingers – die Fänger des Systems – durch die Strassen, um Bürger aufzuspüren, die sich nach Beginn der Sperrstunde noch draußen aufhalten.
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18.06.2008 / 1 Kommentar

Future


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Ist jetzt nicht so neu, aber ich finde es noch immer sehr beeindruckend. Eine Vision, die so niemals wahr werden möge. Obwohl sich ja alles stetig in Bewegung und Veränderung befindet. Da könnte man jetzt wild drauf los philosophieren, wohin die Reise geht, gesellschaftlich und mit der Menschheit insgesamt. Letztendlich weiß das nur der Wind. Wie dem auch sei. Ganz passend, wenn auch nicht im direkten Zusammenhang, ist das Zitat aus George Orwell’s “1984”.

sonst so / 9.06.2008

1984 als Hörbuch

George Orwells Zukunftsroman “1984” ist – ich schrieb es schon mal – eine düstere Vision eines totalitären Ãœberwachungs- und Präventionsstaates und aufgrund tagesaktueller Ãœberwachungsbestrebungen aktueller denn je. Orwell zeichnet in seinem Roman, der 1949 erschien, ein weitreichendes Bild der Mechanismen und technischer Mittel, derer sich ein totalitärer Staat bedient. Dies lässt viele Strukturen in der jüngeren und jüngsten Geschichte wiedererkennen. Mit seinem Roman war es Orwell, der den Begriff des Großen Bruders (Big Brother is watching you) ins Leben rief. “1984″ ist nicht nur ein sehr lesenswerter Zukunftsroman, sondern auch auf dem besten Weg in der Gegenwart anzukommen.
Jetzt gibt es den Roman auf archive.org kostenfrei als englischsprachiges Hörbuch zum Download. Es stehen auch Streams in unterschiedlichen Varianten zum sofortigen Anhören zur Verfügung.

politik / 19.03.2008

Vorratsdatenspeicherung

Fast gekippt. Knapp daneben ist auch vorbei. Wäre ja schön gewesen, die kippen diese anlassunabhängige Datensammelei gleich komplett. Zumindest hätte man die Speicherung der Daten bis zur Hauptverhandlung aussetzen sollen. Vielleicht kommt dann aber was im Herbst. Jetzt erstmal ein Etappensieg, sagen die einen. Viel geändert hat sich nicht, sagen die anderen.
Ein zwei Artikel dazu:
-> Verfassungsgerichtsentscheidung zur Vorratsdatenspeicherung sorgt für Konfusion
-> Erfolg gegen Vorratsdatenspeicherung
-> Bitte bevorraten Sie sich
-> “Schon die Datensammlung ist eine Gefahr” – Interview mit Padeluun (AK Vorratsdatenspeicherung)

politik / 27.02.2008

Heute ist ein ganz guter Tag

Für uns, für das Land und für das kleine bisschen Freiheit hier. Die Ãœberwachungsfanatiker dieses Landes haben heute durch das Bundesverfassungsgericht eine klare Ansage zur heimlichen Online-Durchsuchung erhalten – nur wenn “tatsächliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut bestehen”, sei eine Online-Durchsuchung verbunden mit hohen Voraussetzungen möglich. Die entsprechende Klausel zu verdeckten Online-Durchsuchungen im neuen nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzgesetz wurde sogar als verfassungswidrig erklärt. Dessen nicht genug gibt es ab heute ein neues “Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme”. Ausführliche Erläuterungen in den nachfolgenden Links.
Damit dürfte für die Vorratsdatenspeicherung doch geradezu eine Vorentscheidung getroffen worden sein, hoffe ich jetzt mal so als Laie.

Links:
-> Karlsruhe lässt kaum Raum für heimliche Online-Durchsuchungen
-> Neues “Computer-Grundrecht” schützt auch Laptops und Daten im Arbeitsspeicher
-> Schlechte Karten für “Bundestrojaner”
-> Technik ist nie neutral – CCC-Sprecherin Constanze Kurz im Interview
-> Ein Kampf um Troja
-> Meine Festplatte
-> Die Geburt des “Computer-Grundrechts”
Wer jetzt noch ganz viel Zeit hat, kann sich das Thema in voller Breite bei Netzpolitik.org zu Gemüte führen. Dort gibt es auch einen Video-Mitschnitt (Phönix) der Urteilsverkündung zu sehen.

politik / 16.01.2008

Wo es hingeht

Es ist so simpel wie einfach. Spielfilme, also diese politischen Endzeit-Thriller, zeigen wohin die Reise der Menschengesellschaft geht. Das ist natürlich wirklich etwas einfach. Aber es ist wohl tatsächlich so.

Bemerkenswert viele Pläne der britischen Regierung erinnern an Dystopien wie Demolition Man, V for Vendetta und Die Klapperschlange. Subkutane RFID-Chips für Straftäter sind hierfür nur ein Beispiel

-> Von Filmen lernen, heißt überwachen lernen

In Großbritannien scheint man besonders eifrig und weit mit der Umsetzung mancher Filmvorlagen zu sein. Im Artikel sind ein paar unglaubliche Vorfälle, in denen durch die ‘Verhaltenspolizei’ (Anti-social Behaviour Act) absurde Auflagen wegen angeblich asozialem bzw. antisozialem Verhalten auferlegt wurden, beschrieben.

Passend zum Thema: Das Sicherheit und Kontrolle ein Markt mit Zukunft sind, hat man mittlerweile auch bei Microsoft erkannt.

Blutdruck, Herzfrequenz, Gesichtsausdruck: Mit Funk-Sensoren wollen Forscher des Software-Konzerns Microsoft überwachen, wie gestresst Computeranwender sind. Aufgabe des Kontrollsystems laut Patentantrag: Arbeitsprozesse effizienter machen – und Mitarbeiter-Leistung messen.

-> Microsoft lässt Totalüberwachung für Büroarbeiter patentieren

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