politik / 18.09.2007 / 1 Kommentar

Stoppt den Ãœberwachungswahn


Link: sevenload.com, (CC-by-nc) Video by Alexander Svensson / www.wortfeld.de 2007

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Bin mittlerweile eher pessimistisch, dass hier das Ruder, in Richtung Ãœberwachungsstaat zeigend, noch einmal rum gerissen werden kann. pbschaeubl.jpg
Zum Einen ist die Ãœberwachungsgesellschaft mit ihrem Präventivsystem wahrscheinlich fester – vielleicht sogar zwanghafter – Bestandteil der technologischen Evolution. Zum Anderen ist das Desinteresse der Bevölkerung am Thema und den Gefahren für die persönliche Freiheit, ja die Freiheit der eigenen Individualität gering bis gar nicht vorhanden. Im Gegenteil sogar. Man ist empfänglich für die Drohszenarien der ‘Lautsprecher’ pro Ãœberwachung wie z.b. Schäuble. Seine Beliebtheitsnote stieg in jüngsten Umfragen des Politbarometer. Nach dem jüngsten Schlag gegen geplanten Terror in Deutschland stieg die Zustimmung zu Online-Durchsuchungen privater Computer auf 65 Prozent (siehe ZDF-Politbarometer…).

Ob und wie viel zum Beispiel im Fall des vereitelten Anschlages mit Wasserstoffperoxid manipulativer Natur zur Beeinflussung von Meinungen war und noch ist, kann nur spekuliert werden. Der Blick eines Fachmannes auf die technischen Details gibt jedoch Einblicke in die Materie, die Zweifel aufkommen lassen am vollen Wahrheitsgehalt der offiziellen Informationen.

Als Chemiker muss man sich denn doch wundern, mit welcher Unbekümmertheit BKA, Staatsanwaltschaft, Innenministerium und Landes-Innenminister vermutlich freche Lügen verbreiten. Mit Wasserstoffperoxid, auch in der konzentrierten Lösung, kann ein „Möchte-Gern-Terrorist“ keinesfalls einen handhabbaren funktionierenden Sprengstoff herstellen! […]
Man kann keineswegs mit Wasserstoffperoxid und anderen Ingredienzien einen handhabbaren Sprengstoff herstellen, ohne über fortgeschrittene Kenntnisse der Emulsionschemie, Monate von Produktionszeit und eine gut ausgerüstete chemische Fabrik zu verfügen.

“Riesige Terroranschläge standen unmittelbar bevor” – Karl Weiss

Es ist nur ein Beispiel in einer ganzen Kette von meinungsmachenden Szenarien bzw. Informationen.

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  1. […] via ascene.de. Tags zu diesem Artikel schäuble, vorratsdatenspeicherung Nicht zwangsläufig […]

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