politik / 17.01.2007 / 3 Kommentare

Protestaktion gegen das Verbot von “Killerspielen”

Über den Sinn und Unsinn von Unterschriftenaktionen gerade im Web kann man durchaus geteilter Meinung sein. Sie können aber dennoch zumindest anhand der Zahlen zeigen, wie groß das Interesse am Thema ist, um das es im Einzelfall geht.
Der Verein zur Förderung von Medienkompetenz hat jetzt unter killerspieleverbieten.de eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die sich gegen das pauschale Verbot von sogenannten Killerspielen richtet.

Nach dem Amoklauf an einer Realschule in Emsdetten ist die Debatte um Computerspiele abermals eskaliert. Nun fordern einige Politiker das “totale Verbot von Killerspielen”, mit der Begründung, dass sich auf diese Weise ähnliche Taten in Zukunft verhindern lassen könnten. Dass ihre Sichtweise eindimensional und falsch ist, wie immer wieder von Psychologen, Medienwissenschaftlern, Jugendschützern und vielen aus der Öffentlichkeit entgegengehalten wird, nehmen sie nicht zur Kenntnis. Es entsteht der Verdacht, dass Medien wie Computerspiele hier eine reine “Sündenbock”-Funktion erfüllen, als Scheinargumente in einer populistischen Debatte herhalten müssen und dass der Fall Emsdetten allein für lang gehegte Medienzensur-Wünsche der Politiker instrumentalisiert wird.

Medialog e. V. sammelt aus diesem Grund Unterschriften, die sich gegen ein solches Verbot von Computerspielen richten. Protestieren Sie mit uns gegen die verkürzte und an den realen Problemen, welche hinter solchen Fällen wie in Emsdetten stehen, vorbeigehende Argumentation. Fordern Sie zusammen mit uns die Politik auf, das Problem nachhaltig und auf vernünftige Weise anzugehen anstatt es für populistische Scheingefechte zu missbrauchen. Ihre Unterschriften werden wir hierzu an die politischen Parteien des Bundestages weitergeben – an die Gegner solcher Verbote zur Unterstützung ihrer Argumentation und an die Befürworter als Protest.

Neben der Online-Aktion stehen auch Blankounterschriftenlisten zur Verfügung, mit denen man vor Ort Unterschriften sammeln kann.
Wer mitmachen mag: alles weitere unter killerspieleverbieten.de

3 Kommentare vorhanden

  1. geschrieben am 18. January 2007 um 07:33 Uhr | Permalink

    Ich finde so was absolut bescheuert.
    Wenn dann sollten sie sich die vornehmen die nicht zwichen spiel und Real Live unterscheiden können.

  2. Falco
    geschrieben am 1. February 2007 um 12:10 Uhr | Permalink

    Leute, selbst wenn ihr das verbietet, glaubt ihr irgendjmd. hört auf :D?es liegt allein an der sozialen umgebung eines menschen ob er amokläuft egal ob er vorher “killerspiele :-!” gespielt hat…behandelt eure ummenschen besser dann passiert das nicht, klar so weit? omg und jezz hört auf mit sonem bescheuertem verbot…. ICQ_316-866-715

  3. Ray-113
    geschrieben am 1. February 2007 um 14:59 Uhr | Permalink

    Ich finde es einfach nur ungerecht, so etwas zu verbieten. Ich spiele regelmäßig solche Spiele und ich bin vollkommen normal. Also, warum sollte man soetwas verbieten? Ich finde, es ergibt keinen Sinn. Bei manchen hat es schon auswirkungen, aber nur zu 0.00000000000001% kann es zu soetwas führen. Ich finde, es sollte nochmal überdacht werden, ob man jetzt soetwas verbietet oder nicht. So etwas kann man von mir aus durchführen, aber nicht hier in Deutscland. Ich bin absolut für die Killerspiele.

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