Film / 23.12.2009

Petropolis

Am Ende ihrer Epoche durchpflügten die Ölmenschen jeden Quadratmeter von Mutter Erde, um auch noch die allerletzten Tropfen ihres Lebenssaftes ausfindig zu machen und ausbeuten zu können.

Im kanadischen Bundesstaat Alberta liegt das größte oberirdische Erdölvorkommen der Welt. Im Tagebau werden Ölsande abgebaut, um Bitumen zu gewinnen. Doch um daraus ein Barrel Öl herzustellen, werden 80 Kilogramm Treibhausgase produziert. Der Dokumentarfilm von Filmemacher Peter Mettler – fast durchgängig per Hubschrauber aus der Vogelperspektive aufgenommen – ist die filmische Anklage einer beispiellosen Umweltsünde.

“Petropolis” wurde im Wesentlichen an Bord eines Hubschraubers gedreht. Mit einer speziellen, ursprünglich für militärische Zwecke konzipierten HD-Kamera fing Filmemacher Peter Mettler einzigartige, beinahe apokalyptische Bilder ein. Die langen, manchmal weit ausholenden, manchmal ruckartigen Luftaufnahmen wurden anschließend zu einem spektakulären Film zusammengeschnitten und in eine radikal neue Bildsprache umgesetzt.
“Petropolis” wurde mit dem Preis des Jungen Publikums beim Visions du Réel 2009 ausgezeichnet.
(arte.tv)

Einer der besten und zugleich verstörendsten Dokumentarfilme dieses Jahr. Lief Mitte des Monats auf arte. Wiederholung leider erstmal nicht in Sicht. Aber das Internet vergisst nicht.
Offizielle Webseite zum Film mit umfassendem Bildmaterial.

Mögen die Menschen dieser Tage lieber zu sich selbst statt zu Gott beten…

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