sonst so / 27.09.2007

Nachbars Weblog: Neues vom Streetgirl

Ab und an in unregelmäßigen Abständen stelle ich gerne mal andere Weblogs vor, auf die ich beim Surfen durch das Internet gestoßen bin. Besonders interessant und als die eigentlich richtigen Weblogs finde ich die Blogs, die persönliche Geschichten aus dem Leben anderer in Bereichen, mit denen man selber so gut wie gar nicht in Berührung kommt, die einem schlicht unbekannt sind, erzählen. Man bekommt Einblicke in Teile unserer Gesellschaft, die einem so detailliert und authentisch sonst eher verborgen bleiben würden. Diesmal der Blick in das Leben eines “Streetgirls”:

Heute auf der Straße, nach erfüllter Dienstleistung:

Kunde: Ich möchte mein Geld zurück.
Melanie: Bitte?
Kunde: Ich widerrufe den Vertrag.
Melanie: Bist Du okay?
Kunde: Das war ein sogenanntes Haustürgeschäft und da habe ich 14 Tage Widerrufsrecht.
Melanie: Ruf den Inhalt des Kondoms wieder zurück zum Ausgangspunkt, dann sehen wir weiter.

Ja, manchmal bin ich schlagfertig. :-)
aus dem Eintrag: “Rechtsexperten

Im Weblog vom Streetgirl geht es auch weitaus ernster zu, als es dieser Eintrag vermuten lässt. Da ist die Geschichte ihrer Kollegin Anette, deren Weg in die Prostitution ganz offensichtlich im Alter von 11 Jahren durch ihren Onkel bereitet wurde. Ungeheuerlich auch das Erlebnis, dass ihr eine andere Kollegin am Telefon berichtete, derer nach ihr ein Kunde nach getaner Dienstleistung ein Foto seiner 14 jährigen Tochter zeigte und davon schwärmte sie am Sonntag zuvor entjungfert zu haben. Ob wahr oder nicht, ob ‘einfach nur’ geprahlt oder nicht, in jedem Fall einfach ungeheuerlich. Neben solcher Geschichten berichtet das Steetgirl vor allem aber von sich selbst, von ihrem Alltag und auch, wie sie selbst zur Prostitution gekommen ist. Nachbars Weblog: Neues vom Streetgirl

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