Film / 18.02.2007

Muxmäuschenstill

muxmst.jpg Mux hat genug. Er nimmt das Gesetz in die eigene Hand und jagt Straftäter. In den Straßen von Berlin sorgt er mit einer Pistole bewaffnet als Ich-AG anfangs noch alleine für Recht und Ordnung. Auf eigene Faust blitzt er Raser und kassiert von ihnen Pauschalbußen von 200 Euro. Als pädagogische Maßnahme lässt er vom Raser gleich noch das Lenkrad abmontieren. Schwarzfahrer, Schwimmbad-Pinkler, Falschparker und Graffiti-Sprayer, gegen sie alle kämpft er an und hält alles auf Video fest.

Die Arbeit wird bald zu viel für Mux alleine. Er stellt Gerd ein. Der herzensgute Langzeitarbeitslose, gemäß Mux der Inbegriff eines Menschen, “der es zu nichts gebracht hat”, ist für die Ordnung im Büro zuständig und darf von nun an die Videokamera halten. Die Methode von Mux wirkt und bald springen auch die Medien auf den Zug. Mux’s Ich-AG wird zum Konzern “Gesellschaft für Gemeinsinnpflege” mit einem Filialnetz in der ganzen Bundesrepublik. Privat lernt er Kira kennen. Eine Unschuld vom Lande. Im Dschungel Berlin wandelt sie sich aber zum ordinären Ravemädchen. Mux sieht rot.

Man weiß als Zuschauer die ganze Zeit nicht so recht, ob man gut finden soll, was Mux da tut, wie er sich für Recht und Ordnung einsetzt. Ganz nebenbei wird man mit voller Wucht mit der Niveaulosigkeit dieser ‘Dumpfbacken-Gesellschaft’ konfrontiert. Der Film entstand übrigens mit einem Minibudget von nur 40000 Euro und wurde an 25 Tagen abgedreht. Im Kino war er ein Erfolg und Kritiker voll des Lobes.
‘Muxmäuschenstill’ läuft heute abend um 23:30 Uhr in der ARD.

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