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Spiel / 12.11.2008 / 2 Kommentare

Left 4 Dead – Die Zombies sind zurück

Ein erster Blick auf die Demo von Left 4 Dead, dem neuen Shooter aus dem Hause Valve. In Left 4 Dead spielt man einen von vier Überlebenden einer globalen Zombie-Apokalypse, die sich vierzehn Tage zuvor ereignet hat. Übrig geblieben sind nur noch vier Menschen und Massen an Zombies und andere besonders heftig infizierte Mutanten. Im Co-Op Modus gilt es vier verschiedene Kampagnen mit jeweils fünf Maps zu bestehen, um am Ende irgendwann irgendwie aus der Stadt der Infizierten zu flüchten. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg.

Das Besondere im Gegensatz zu anderen Online-Shootern ist, dass man tatsächlich nur zu viert unterwegs ist. Den Rest des Szenarios – die Seite der Zombies – steuert die “Künstliche Intelligenz der nächsten Generation”, wie es von Valve heißt. Das System wird durch den AI Director gesteuert, der ständig den Spielverlauf analysiert und das Spielgeschehen, das Tempo und den Schwierigkeitsgrad laufend anpasst. Der Spielverlauf soll dadurch einzigartig und einmalig bleiben. Das kann man bereits in der Demo-Version erkennen. Bei jedem Neustart der zwei in der Demo enthaltenen Maps erscheint das Szenario und die Maps ein klein wenig verändert.

Die zwei Demo-Levels wurden allerdings, wenn man sich erstmal an die Massenansammlungen von Zombies gewöhnt hat, recht schnell langweilig. Mag auch daran gelegen haben, weil die in vier Stufen einstellbaren Schwierigkeitsgrade etwas zu leicht scheinen und die Einstellmöglichkeiten des Spiels beschränkt sind. Im Spielverlauf der Vollversion kann das dann aber noch ganz anders sein.

Boomer, die stinkende Gallenblase

Erwischt man ihn und man wird von seinen Ãœberresten getroffen, benebelt es einen die Sinne und die Sicht. Der Geruch seines Gallensaftes lockt viele Zombies an.

Witch, die zickige Mutante vom Dienst

Kommt man in ihre Nähe und man weckt sie womöglich auch noch auf, wird es ziemlich ungemütlich.

Das Zusammenspiel der vier Charaktere, die im Idealfall von vier Spielern gespielt werden, funktioniert prächtig. Dank der Interaktionen z.b. in Form von gegenseitiger Hilfe kommt eine gute Atmosphäre und ein tolles Teamgefühl auf. Das macht auch einen großen Teil des Spieles (der Demo nach zu urteilen) aus. Da man nur zu viert unterwegs ist, kommt recht schnell eine intimere Atmosphäre zustande, als zum Beispiel sonst auf 24er Servern. Sollten sich keine drei Mitspieler finden, vervollständigen Bots nahtlos und fast unmerkbar das Team.

NEU: Die Kampagnen-Lobby

Premiere erlebt mit Left 4 Dead auch die Game-Lobby, hier als Kampagnen-Lobby. Sollten sich die Pläne bei Valve nicht geändert haben, wird die Game-Lobby künftig wie schon mal beschrieben auch bei anderen Spielen eingeführt werden. Hier, bei Left 4 Dead, gibt es keine reine Serverliste mehr, sondern sogenannte Kampagnen-Lobbys, in die man sich einklinken kann oder die man einfach selber erstellt. Nach ein paar Einstellungen zum Spiel und vorhandenen Mitspielern wird die Kampagne gestartet und man spielt auf einem von einem Drittanbieter zu Verfügung gestellten Server. So funktioniert es zumindest zur Zeit bei der Demo.

Fast nebenbei wurde auch noch Steam-Cloud eingeführt. Dieses neue Feature ermöglicht es einen, dass man seine Game-Settings (Tastatureinstellungen etc.) zentral im Steam-Account abspeichern kann. Über einen Menupunkt, ähnlich der Kampagnen-Lobby, lassen sich die Einstellungen jederzeit synchronisieren.

Ein kleines Fazit zur Demo von Left 4 Dead
So richtig infiziert hat mich das Spiel nicht. Das Thema Zombies fand ich eigentlich schon mit dem Spielfilm “28 Weeks later” ausreichend abgehandelt. Trotz des aufwendigen Warmups in den letzten Wochen durch reichlich PR und Appetithäppchen hielt sich die Neugier im Vergleich zur Vorfreude auf Team Fortress 2 damals diesmal doch sehr in Grenzen. Dennoch wird es bestimmt viel Spaß machen, sich zur viert durch die Kampagnen zu metzeln. Die neue Art des Co-Op Modus mit der KI und das Zocken in besonders kleiner Gruppe werden mit Sicherheit ihren Reiz haben. Erfreulich übrigens, dass Left 4 Dead auch auf älteren Rechnern gut läuft.

Die Demo von Left 4 Dead kann man sich ab sofort kostenlos per Steam runterladen. Sie beinhaltet zwei Maps. Das Spiel selbst erscheint in sechs Tagen.

2 Kommentare vorhanden

  1. geschrieben am 12. November 2008 um 13:05 Uhr | Permalink

    warum sehen alle valve-spiele immer gleich aus? ich hab mir zu erst mal die screenshots angesehen und diese haben mich nicht beeindruckt (ehrlich gesagt, finde ich die grafik relativ schlecht). künstliche intelligenz kann ich jetzt nich beurteilen, weil ich die demo noch nicht gespielt habe, aber das die KI das non-plus-ultra ist, sagt valve ja auch bei jedem titel…

    dann lieber doch COD5 mit zombie mode :)

    peace

  2. tech
    geschrieben am 13. November 2008 um 02:21 Uhr | Permalink

    Die Grafik ist wirklich ernüchternd. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die Grafikeinstellungen nicht auf maximal eingestellt hatte. Mein Rechner ist nicht mehr der Jüngste. Die offiziellen Screenshots sehen schon noch was besser aus, stammen aber wohl alle von der Xbox 360. Es wird mittlerweile auch schon gemunkelt, dass Left 4 Dead von der Xbox auf den PC portiert worden ist. HL2 und die Episoden, aber auch Day of Defeat: Source zeigen ja, dass das grafisch besser geht.

    Zur KI: Der Reiz eines Online-Spieles ist doch eigentlich, dass man gegen menschliche Gegner spielt. Und jeder Mensch spielt auf seine Weise anders. Dadurch wird das immer gleiche Spiel letztendlich abwechslungsreich. Ich habe meine Zweifel, dass eine KI diesen, den menschlichen, Faktor des Gegners schon soweit ersetzen kann.

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