politik / 20.04.2008

Kapitalismus ist stiller Massenmord

Gewagte These?
Jean Ziegler, UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung, über die Folgen der weltweiten Preisexplosion bei Lebensmitteln und warum er “nie mehr auf der Seite der Henker stehen will”.

… wir stöhnen alle über die steigenden Lebensmittelpreise, aber für viele Menschen am andern Ende der Welt bedeuten diese Preissteigerungen den sicheren Tod. Wie kann es sowas im 21. Jahrhundert geben?

Der Hunger ist leider längst eisige Normalität. Zu dieser Tragödie kommt nun die Explosion der Agrarrohstoffe – allein Reis ist um 53 Prozent gestiegen. Aber während ein Haushalt in Wien oder Genf 10 bis 15 Prozent seines Einkommens für Lebensmittel ausgibt, sind es in Haiti, Simbabwe oder Bangladesch 80 bis 90 Prozent. Diese Menschen können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten und ernähren sich mittlerweilevon getrocknetem Lehm. Da ist unser Stöhnen über die Fleischpreise wahrlich ein Luxusproblem.

Wer ist schuld an diesem Hungerkrieg?

Die Antwort und das gesamte Interview mit Jean Ziegler im Kurier.at

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