politik / 9.07.2009

JAPAN: RFID-Zwang und Urintests für Ausländer

Unschöne Nachrichten aus Japan. Der Sicherheitswahn greift weltweit um sich.

RFID-Zwang: Tabibito schreibt darüber, dass in Japan jeder Ausländer, der sich länger als 3 Monate am Stück im Land aufhält, eine sogenannte “Alien Registration Card” (Ausländerregistrierungsnachweis) bei sich führen muss. Nach Plänen der japanischen Politik soll nun neben verlängerten Aufenthaltsfristen und einer gewissen Entbürokratisierung diese Karte durch eine neue Aufenthaltskarte ersetzt werden. Pikantes Detail ist, dass die neue Karte mit einem RFID-Chip ausgestattet sein wird, der die persönlichen Daten des Inhabers der Karte enthält. Diese neuen Karten können Dank der RFID-Technik berührungsfrei und auch aus einigen Metern Entfernung jederzeit gescannt werden. Ausländer haben diese Karte immer und überall mit sich zu führen. Wer ohne Karte erwischt wird, muss bis zu 1.700 Euro Strafe zahlen.

Urintests für Ausländer: Steffen berichtet in seinem Blog neben Erlebnissen mit der Alien Registration Card darüber, dass sich Ausländer im Tokioter Amüsierviertel Roppongi – und demnächst wohl auch japanweit – neuerdings auf Urintests gefasst machen müssen. Man sei allerdings als Ausländer, ohne Ermächtigung der Polizei – wie auch immer diese aussehen mag – nicht dazu gezwungen, der Aufforderung zum Urinieren in Testbehältnisse nachzukommen. Hintergrund sollen der Missbrauch und der Handel von Drogen durch Ausländer sein. Sollte das Ergebnis eines Urintests positiv sein, werde man sofort abgeschoben.

Quellen sind zwei sehr interessante Weblogs von in Japan lebenden Deutschen, die ich hiermit gleich mal über die zwei Artikel hinaus zum Lesen empfehle.

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