politik / 8.07.2009 / 1 Kommentar

Flashmob gegen Bundeswehr

Tauss erwähnte letzten Freitag in seiner Rede zur Grundrechts-Debatte im Bundestag (Video…), wie vor wenigen Tagen ein Bundestags-Kandidat der GRÃœNEN auf dem Karlsruher Marktplatz unter Androhung von Haft durch Polizisten gepackt, durchsucht und des Platzes verwiesen wurde. Was war da denn los?

Die Bundeswehr war dort am Dienstag und Mittwoch vergangener Woche mit einem Info-Truck und einem Panzer-Fahrzeug vor Ort und informierte über “zivile und militärische Karrieremöglichkeiten bei der Truppe”. Die Werbe-Veranstaltung richtete sich speziell an Schüler. Im Vorfeld dieser beiden Tage hatte sich im Netz ein Flashmob organisiert – als Protest gegen die Werbeveranstaltung der Bundeswehr. Der Flashmob – ein spontanes und scheinbar unorganisiertes Zusammenkommen an einem Platz plus einer Aktion – sollte nicht länger als zwei Minuten dauern. Jeder, der kommen wollte, sollte sich zwei Minuten vor 17 Uhr mit Geschrei und ganz im stillen auf dem Marktplatz fallen lassen. Zwei Minuten später, wenn die Markt-Glocken ertönen, sollte jeder wieder aufstehen und seiner Wege gehen.

Zur Überraschung des GRÜNEN-Politikers und wohl auch der anderen Beteiligten standen überall auf dem Marktplatz verteilt Polizisten in besonderer Einsatz-Uniform. Die Polizisten nahmen von allen möglichen Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Marktplatz aufhielten, die Personalien auf. Die Szenerie wirkte scheinbar ziemlich einschüchternd. Einige der Flashmob-Teilnehmer wollten sich nicht mehr an der Aktion beteiligen.

Dennoch, der Protest-Flashmob hat stattgefunden und ist ziemlich beeindruckend, wie die Aufnahmen in diesem Video zeigen. Die ganze Geschichte dazu und wie es dem GRÃœNEN-Politiker ergangen ist, hat er selbst in seinem Blog aufgeschrieben: Flashmob leidet unter massivem Polizeieinsatz

Ein Trackback

  1. von onli blogging am 8. July 2009 um 09:19 Uhr

    Polzeigewalt gegen Flashmob…

    Ein Flashmob gegen eine Bundeswehrwerbeveranstaltung wurde vom Staat mit einem massivem Polizeiaufgebot, Gewaltanwendung und Platzverweisen beantwortet. Ein Grünen-Politiker berichtet, via. Tauss hatte das Geschehen in seiner hervorragenden Rede über…

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