politik / 19.04.2007

Filme vs. Spiele

Nach einer umfassenden Studie der British Board of Film Classification (BBFC) – vergleichbar mit der FSK bei uns – haben Filme einen größeren emotionalen Einfluss auf den Konsumenten als Spiele. Das liege unter anderem daran, dass Gegner in Spielen keine echte Persönlichkeit haben, nicht echt aussehen und damit ihre Zerstörung nicht real ist.

Spieler seien sich dessen durchaus bewusst, auch dass sie sich nicht in einer realen Welt bewegen. Statt mit einer aufbauenden Emotionalisierung mit den Figuren, seien Spieler viel mehr damit beschäftigt im Spiel voranzukommen.

Die Interaktion in Spielen, dass sich also Spieler im Gegensatz zu Filmen aktiv mit dem Spielgeschehen auseinander setzen müssen, verankere die Spieler fester in der Realität. Die Interaktivität habe keinen potentiell negativen Einfluss auf die Reaktion des Spielers. So ein Ergebnis der Studie. Damit wird das Totschlagargument mancher ‘Experten’ hierzulande geradezu negiert.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass es im Unterschied zu Filmen beim Spieler das Gefühl gibt, etwas erreicht zu haben. Film und Fernsehen seien dadurch beeinflussender als Spiele, dass sie die Action besser aufbauen können, die Entwicklung eines Charakters jedoch nicht so wie Spiele. Spieler konzentrierten sich deshalb mehr auf den Fortschritt im Spiel als auf dessen Handlung. Soweit die Studie. (Quelle Golem.de)

Die Tat des Amokläufers von Blacksburg (Virginia Tech) erinnere übrigens laut dieser Meldung an den koreanischen Thriller “Old Boy”.

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