prem / software / 14.11.2007

Fernsehen war gestern

Sagt man. Denn Miro 1.0 ist fertig. Miro hieß früher mal Democracy Player. Mit der Umbenennung erhofft man sich bessere Verbreitungschancen.
Was aber ist nun Miro? Miro ist eine freie, lokal zu installierende Videoplattform, mit der sich neben lokal gespeicherten Filmen vor allem Videos aus dem Internet anschauen lassen. Das können andere Player zwar auch. Interessant ist Miro aber wegen seiner Möglichkeiten, dies zu organisieren.

asc-miro-screenshot.jpg

Neben eigenen Playlisten stehen Videos aus dem Internet in sogenannten Channels zur Verfügung, die man ganz nach Belieben abonnieren kann. Derzeit gibt es 2733 Channels – 185 davon sind deutschsprachig. Die Quellen der einzelnen Videos sind Miro, mal abgesehen von Urheberrechten, ziemlich gleich. Egal ob Videoblogs, TV-Stationen oder Videoportale (z.B. YouTube, Daily Motion, Blip.tv, Google Video), Miro durchsucht sie alle und lädt auf Wunsch die Videos herunter – auch aus Bittorrent-Quellen (hier wird man dann selber zum Seeder, was sich aber abschalten läßt). Genauso vielseitig wie bei den Videoquellen ist Miro auch bei den Videoformaten. Miro kennt MPEG, Quicktime, AVI, H.264, Divx, Windows Media, Flash Video, sowie noch weitere Videoformate.
Wie Eingangs erwähnt ist Miro komplett frei, Open Source und kostenlos. Wie die angebotenen Channels übrigens auch. Die Software steht derzeit für Mac OS X, Windows, Linux, Fedora, Ubuntu und Debian zur Verfügung. Weitere sollen folgen.

Und wie ist es?
Installation und Bedienung sind denkbar einfach. Vor allem die Bedienung lässt sich in etwa folgendermaßen beschreiben: Video suchen, finden, runterladen, anschauen, optional in eine passende Playlist verschieben oder wieder löschen. Jetzt, nach 2 Stunden Spielerei lässt sich sagen, dass das Programm in Version 1.0 stabil läuft. Einzig merkwürdig ist, dass im Fullscreen-Modus die Windows-Taskbar nicht ausgeblendet wurde. Ob dies ein Bug oder ein Feature ist, werden die nächsten Versionen von Miro zeigen. Die Download-Geschwindigkeiten der Videos waren übrigens bis jetzt allesamt im Maximum.
Schon jetzt lässt sich erahnen, dass eine große Festplatte in Zukunft sehr von Vorteil sein wird. Ganz nebenbei erwähnt, eine schnelle Leitung auch. Das Angebot innerhalb der Miro-Channels ist schon jetzt riesig, und wer weiß, was da in Zukunft mit steigender Akzeptanz und Bekanntheit noch kommen wird.

Also Miro macht schon Spaß, allein schon, weil es so einfach, praktisch und ‘offen’ ist (no DRM!).
Ausprobieren: getmiro.com

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