software / 26.07.2007

Feeds

RSS-Feeds sind was schönes. Man kann – kurz gesagt – Inhalte von Webseiten unabhängig von diesen Webseiten und ihrem Erscheinungsbild lesen. Und man hat je nach Reader die Möglichkeit die Inhalte selbst zu organisieren. Dafür eignen sich Feed-Reader entweder als Programm auf dem Desktop oder als Webanwendung im Browser. Ein Beispiel für eine Desktop-Lösung wäre dieser kostenlose Feedreader. Praktischer, weil losgelöst vom Computer, an dem man sich gerade befindet, sind Online-Feedreader, die als Webanwendung im Browser laufen. Auch unabhängig davon, welches Betriebssystem und – mit Einschränkungen – welchen Browser man verwendet. Die bekanntesten Online-Feedreader dürften Google-Reader, Netvibes.com und Bloglines.com sein. Die dritte Gattung wären die sogenannten integrierten Reader. Browser der jüngsten Generation und Mailprogramme wie zum Beispiel Thunderbird oder Microsoft Outlook (2007) haben einen Feed-Reader integriert. Der Nachteil ist hier aber wieder, dass man an Arbeitsplatz und Software/Betriebssystem gebunden ist.

Wie gesagt, RSS-Feeds sind was schönes. Nun gibt es aber auch im Internet Idioten. Und diese Idioten bedienen sich jetzt solcher Feeds, um ihre eigenen Seiten, wofür auch immer sie diese ins Leben gerufen haben mögen, mit den Inhalten anderer zu füllen. Der Hauptgrund für eine solche meist unerlaubte Fremdnutzung dürfte Werbung für zweifelhafte Dinge sein, auf die das Klickvolk, also der Internetnutzer, der sich eigentlich nur für die Inhalte interessierte, gelockt werden soll.
Hier ist mal so ein Idiot, der sich ganz aktuell für seinen Werbedreck am Inhalt fremder Feeds bedient: http://qblx.com/blogs/Armand-Van-Helden/

Die Dreistigkeit reicht von der Benutzung des Kurzfeeds bis zur Benutzung des Fullfeeds. Letzteres fällt allerdings recht schnell von alleine auf, sofern man ein Bild im Artikel eingebunden hat und man mal darauf achtet von wo Bilddateien abgerufen werden. Beim Aufspüren von geklauten Kurzfeeds kann Technorati.com helfen. WordPress zeigt im Adminbereich zum Beispiel die eingehenden Links direkt an.

Nun kann man zum Glück auch etwas gegen solche Idioten tun. Eine Möglichkeit, dem Dieb den Hahn abzudrehen ist, mit Hilfe der .htaccess (Was ist das..?) die Domain oder IP des Diebes zu blockieren. Das ist mit der .htaccess-Datei ein bisschen kniffelig und nicht jedermanns Sache.

Für Nutzer von WordPress gibt es da ein ganz feines Plugin. Nämlich das ‘©Feed-Plugin‘ von Frank Bueltge. Mit diesem Plugin lassen sich an den Feed weitere Informationen wie z.b. einen ©-Hinweis oder einen Fingerprint (Was ist das..?) anfügen. Dies erleichtert später die Suche nach einer Fremdbenutzung. Eine entsprechende Suche nach dem Fingerprint bietet das Plugin gleich mit an. Interessanteste Funktion dürfte die Blacklist sein, die mit der neuesten Version des Plugins eingeführt wurde. Wie gut dies funktioniert, teste ich derzeit gerade mit dem erwähnten Idioten da oben.

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