politik / 28.09.2009

Ein langer Weg

Alle Wahlkreise sind ausgezählt. Die PIRATEN haben 845.904 Stimmen erhalten. Man könnte meinen, da hätte nach all der Mobilisierung und Aufmerksamkeit für die Piratenpartei in den letzten Wochen mehr drin sein müssen. Knapp 2,5 Millionen Stimmen wären nötig gewesen, um über die 5% Hürde zu kommen. Vielleicht klappt es in vier Jahren. Nötig ist bis dahin, auch um für “Offliner” wählbarer zu werden, sich thematisch breiter aufzustellen.

Das amtliche Endergebnis:
CDU 27,3% (-0,5)
CSU 6,5% (-0,9)
SPD 23,0% (-11,2)
FDP 14,6% (+4,7)
DIE LINKE 11,9% (+3,2)
GRÃœNE 10,7% (+2,6)
PIRATEN 2,0% (+2,0; 13% bei den Erstwählern)

Bis auf den enormen Zuwachs bei der FDP geht das Ergebnis im Prinzip voll in Ordnung. Die großen Parteien haben ihre schlechtesten Ergebnisse seit Bestehen der BRD eingefahren. Die SPD hat das deutliche Signal bekommen, sich nun endlich in eine innere Erneuerung zu begeben. Steinmeier und Müntefering hören allerdings die Einschläge noch immer nicht. Dort wird in den nächsten Tagen und Wochen noch interessant, inwieweit sich die SPD selbst zerfleischen wird. Bemerkenswert sind – von Bayern bis Schleswig-Holstein – die teilweise starken Zuwächse der Linkspartei im Westen. In einigen westlichen Bundesländern konnten die Linken ihre Stimmenanteile sogar verdoppeln. Im Osten ist die Linkspartei schon seit längerem eine Volkspartei. Genaue Zahlen unter “Bundesland wählen“. Für einen Teil der FDP-Wählerschaft gilt indes: “Die dümmsten Schweine wählen ihren Schlachter selbst” (via Twitter). Es kommen härtere, unsozialere Zeiten auf uns zu.

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