Film / prem / 28.09.2006 / 2 Kommentare

Das Parfum

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Dieser Film wäre geradezu prädestiniert für die Premiere des Geruchs-Kinos bzw. Fernsehens. Nicht weil ich vielleicht wissen wollen würde, wie denn Jessica Schwarz so schnuppert. Nein. Das Kino dürfte voller angenehmer Düfte sein, und zum Ende des Filmes würden sich alle lieben. Da möchte ich dann aber nicht dabei sein.

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Rachel Hurd Wood als ‘Laura’

Der Inhalt:

Paris im Jahre 1738: Auf einem nach Tod und Verwesung stinkenden Fischmarkt bringt eine junge Frau (Birgit Minichmayr) klammheimlich ein Baby zur Welt. Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw), wie der Junge später heißen wird, ist mit einer außergewöhnlichen Gabe gesegnet: Er besitzt die beste Nase Frankreichs und kann Millionen von Gerüchen meilenweit erschnuppern. Nach einer harten Kindheit in der Gerberei von Grimal (Sam Douglas) trifft er auf den alternden Parfumeur Giuseppe Baldini (Dustin Hoffman), der sein Talent erkennt und als Gesellen einstellt. Grenouille wähnt sich im Himmel. Unter Baldinis Anleitung lernt Grenouille, Düfte zu extrahieren und zu konservieren. Doch eines Tages merkt er, dass die Methoden seines Lehrmeisters beschränkt sind und z.B. den Duft eines Menschen nicht einfangen können. Genau das aber will der junge Parfumeurgeselle. Also begibt er sich in die Stadt Grasse, dem „Rom der Düfte“, wo er hofft, die geheimnisvolle Kunst der Enfleurage erlernen zu können, eine besondere Technik, mit der man sämtliche Düfte festhalten kann. War Jean-Baptistes Streben bis dahin eher ziellos, so gewinnt er auf der Reise nach Grasse eine für ihn schreckliche Erkenntnis: Alles um ihn herum riecht, nur er selbst besitzt keinen Geruch, weswegen er oft übersehen wird. Doch Jean-Baptiste möchte geliebt werden und beschließt deshalb ein Parfum zu kreieren, dem keiner widerstehen kann. Seine wichtigsten Ingredienzien hierfür: der Duft dreizehn junger, unberührter und bildhübscher Mädchen. Auch auf Laura (Rachel Hurd-Wood), die Tochter des Kaufmanns Antoine Richis (Alan Rickman), hat es Grenouille abgesehen. (quelle: filmstarts.de)

Mit der Verfilmung von Bestsellern ist es ja immer so eine Sache. Da ich das Buch aber nicht gelesen habe, kann ich dazu nicht viel schreiben. Kritik wurde jedoch schon dahingehend laut, dass die Umsetzung der Romanvorlage zu artig geraten sei. Visuell ist der Film aber ein wahrer Augenschmaus, und unspannend erzählt ist die Geschichte um Jean-Baptiste Grenouille auf keinen Fall. Mit einem Riesenbudget von 50 Millionen Euro kann auch ein deutscher Film wie grosses Hollywood-Kino sein. Jedoch – sehr angenehm – ohne triefigen US-Kitsch. Einzig deutsche Schauspieler erinnern an das Herkunftsland des Films. Ohne die schauspielerische Leistung schmälern zu wollen, erinnert mich besonders Corinna Harfouch als ‘Madame Arnulfi’ immernoch zu sehr an einen ganz anderen Untergang. Nämlich an Magda Goebbels.

2 Kommentare vorhanden

  1. geschrieben am 29. September 2006 um 18:07 Uhr | Permalink

    Ich habe mir den Untergang nicht angeschaut, kann also diesbezüglich keine Kritik äußern.

    Allerdings ist das ja nun bei US-Schauspielern das selbe. In dem Schauspieler Dean Anderson, der Stargate SG1 über Jahre drehte, werde ich immer Macgyver sehen. Oder Brad Pitt, immer als irgendeinen aus einem Film zufvor :) Always the same.

    Ich habe das Buch gelesen und fand den Film “Das Parfum” wirklich gelungen.
    greets

  2. falke
    geschrieben am 18. April 2007 um 20:34 Uhr | Permalink

    ebenfalls buch gelesen, und film angeschaut.der film ist genial mit ebenso genialen darstellern.allerdings ist das buch sehr viel anspruchsvoller!trotzdem alles in allem klasse

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