politik / 8.12.2008

Das Geld ist gar nicht weg

Neues zur Finanzkrise gibt es nicht. Sie dümpelt vor sich her wie trockener Husten, dessen Auswurf nicht will, aber doch jederzeit kommen kann. Das ist oder wird ekelig.
Nun ist aber, anders als beim Husten für wirksame Medikamente, das Geld gar nicht weg, sondern lediglich in einem anderen Aggregatzustand. Der Vergleich mit dem Wasserdampf ist da prima getroffen. In der Wüste von Nevada (und nicht nur dort) stehen zum Beispiel hunderte fertige Häuser. Ungenutzt. Aber gebaut, weil es ging, weil das Geld da war.

550 Millionen Dollar sind in das Gelände am Rande von Las Vegas geflossen, 790 Hektar, so groß wie 1400 Fußballfelder. Noch einmal so viel hat es gekostet, es zu erschließen; Wege, Straßen und Abwasserkanäle anzulegen.

Zehn Jahre ging es gut, bis die Kreditblase platzte. Die Bank von England schätzt, dass die Finanzinstitute der Welt schon jetzt 2,8 Billionen Dollar verloren haben. Aber das Geld ist ja gar nicht weg. Der Artikel “Wo ist das Geld geblieben?” der ZEIT geht auf eine interessante und erhellende Spurensuche.

Einen Kommentar schreiben

oder einen Trackback hinterlassen: Trackback URL

Name und Email-Adresse bitte immer eintragen. Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.



  

nach oben