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Counter-Strike Feintuning – Netzwerkoptimierung

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Windows – Netzwerkoptimierung (W98, WinME, W2K, XP)

Das Verbindungsprotokoll
Als Verbindungsprotokoll für den DSL-Zugang ins Internet sollte man “RASPPPOE” von Robert Schlabbach verwenden.

In einem Interview erläutert Schlabbach:

Wenn man seinen DSL-Anschluss voll ausschöpfen will, sollte man RASPPPOE einsetzen. Microsoft hat erst viel zu spät die Wichtigkeit von PPPoE erkannt und hinkt mit der praktischen Erfahrung merklich hinterher: So hat man z.B. das für die Verwendung der Internetverbindungsfreigabe (ICS/NAT) erforderliche “MSS-clamping” einzubauen versäumt, oder die MTU auf 1480 beschnitten, wodurch die Bandbreite nicht optimal ausgenutzt werden kann. Man kann mit dem eingebauten PPPoE auskommen, aber wenn man ICS/NAT nutzen, oder auch nur seinen Anschluss optimal ausnutzen möchte, empfiehlt sich die Installation von RASPPPOE.

Auf seiner Homepage kann man sich die aktuelle Version runterladen. Dort findet sich auch eine Beschreibung für die Installation.
Der RASPPPOE-Treiber wird während der Installation auf den optimierten MTU-Wert “1492” eingestellt. Veränderungen sind später weiterhin möglich.

Installation des RASPPPOE-Treiber
Das RASPPPOE-Archiv entpackt man sich in ein beliebiges Verzeichnis. Für die Installation gehe man dann auf Start -> Systemsteuerung -> Netzwerkverbindungen -> rechter Mausklick auf LAN-Verbindung -> Eigenschaften:

cs-feintuning.gif

Wie in der Grafik zu sehen, klickt man auf Installieren und wählt die Netzwerkkomponente Protokoll -> Hinzufügen. Nun wählt man über den Button Datenträger das Verzeichnis aus, in dem sich die RASPPPOE-Dateien befinden -> Öffnen. Angezeigt wird dann obiges Fenster mit dem Hinweis, dass dieser Treiber nicht signiert ist. Es gibt während der Installation des Treibers zwei weitere Warnungen, dass dieser Treiber nicht signiert ist. Man bestätigt dann einfach die weitere Installation bis dieser Vorgang beendet ist.

Mit der dem RASPPPOE-Treiber beiliegenden Datei Raspppoe.exe lässt sich dann eine DFÜ-Verbindung für den Internetzugang per RASPPPOE erstellen. Ein Link zu dieser DFÜ-Verbindung erscheint dann auch auf dem Desktop. Sollte die Raspppoe.exe beim Klick auf den Button Query Available Services eine Fehlermeldung bringen, sollte man den gesamten Vorgang der Installation wiederholen (zuvor den Treiber deinstallieren und gegebenenfalls neu booten).

Ist dieser Vorgang erfolgreich abgeschlossen, braucht man nur noch seine Account-Daten zur Verbindung ins Internet angeben und man ist “drin”.

Optimierung der TCP-Einstellungen in Abhängigkeit zur MTU 1492
Wenn man möchte, kann man jetzt die TCP-Einstellungen auf den MTU-Wert des RASPPPOE-Treibers abstimmen. Dies ist im Zuge immer schneller werdender DSL-Verbindungen durchaus sinnvoll, sowohl fürs Online-Gaming als auch für das Surfen ansich.

Der Rwin Effekt
Der Rwin-Wert bestimmt die Größe des Daten-Fensters für das TCP-Protokoll, bevor eine Empfangsbestätigung vom Empfänger zum Sender geschickt wird. Während des Prozesses der Empfangsbestätigung werden dem Client vom Server keine neuen Daten gesendet. Da dieser Prozess eine gewisse Zeit andauert, wird der Datenfluss insgesamt gebremst. Je kleiner nun das Daten-Fenster eingestellt ist, desto öfter werden Empfangsbestätigungen verschickt und der Datenfluss entsprechend öfter unterbrochen. Nun macht es keinen Sinn, den Rwin-Wert pauschal möglichst hoch einzustellen, wenn z.b. aber die Geschwindigkeit einer Verbindung recht langsam ist. Da dann verlorene Datenpakete zu spät erkannt werden und es zu Fehlern in der Datenübertragung kommen kann und somit auch die Geschwindigkeit wegen vermehrter Neusendungen wieder langsamer wird. Es ist also sinnvoll in Abhängigkeit der vorhandenen Bandbreite einen passenden Wert einzustellen.

Zum Einstellen der Optimierungen empfehle ich das Programm Dr.TCP. Getestet wurden die Einstellungen mit T-DSL und Arcor DSL.

Empfehlung für eine DSL-Verbindung ab 768 kbit/s Downstream
tcp_dsl768n.png
Empfehlung für eine DSL-Verbindung ab 3000 kbit/s Downstream
tcp_dsl3000n.png

Für die Einstellung des MTU-Wertes wie auf dem Screenshot zu sehen, muss die Netzwerkkarte ausgewählt werden, an der das DSL-Modem angeschlossen ist. Schnittstellen interner Modems wie z.b. das interne Fritz-Modem erscheinen mit ihrem Namen in der Auswahl von Dr.TCP.


Dr.TCP speichert bzw. ändert die Einstellungen direkt in der Registry. Damit die Optmierung im System wirksam wird, muss ein Neustart vorgenommen werden. Nähere Erläuterungen zu den einzelnen Funktionen werden in der Dr.TCP-Faq erklärt.
Um wieder die Standardwerte von Windows zu bekommen, braucht man nur die Werte bei “Tcp Receive Window” und bei “MTU” zu löschen und die anderen Schalter auf “Default” zurückstellen.

Bei Schwierigkeiten oder einem Gefühl von Lag im Spiel “Counter-Strike” rate ich dazu, in jedem Fall die Einstellung ab DSL 768 kbit/s zu verwenden.

Als Nächstes empfiehlt es sich die Software- und IP-Headerkomprimierung zu deaktivieren:
Start -> Systemsteuerung -> Netzwerkverbindungen -> Rechtsklick auf die DFÜ-Verbindung. Auf das Register Netzwerk wechseln (siehe Grafik) und dann auf Einstellungen klicken und das Häckchen bei Softwarekomprimierung aktivieren entfernen. Das Gleiche wird dann noch für das Internetprotokoll (TCP/IP) durchgeführt. Internetprotokoll (TCP/IP) markieren und auf Eigenschaften klicken, anschliessend auf Erweitert klicken und dort das Häckchen bei IP-Headerkomprimierung entfernen. Die neuen Einstellungen werden nach einem neuen Verbindungsaufbau wirksam.

headerkomprimierung.gif

Ein Tipp nur für die Nutzer von Windows XP Professional:
In der Pro-Version von Windows XP gibt es eine Einstellung, die standardmässig 20% der gesamten Bandbreite für Dienste und Programme reserviert, die den QoS-Paketplaner benutzen können. Sollte man diesen bei der Installation nicht deaktiviert haben, kann man nachträglich die “Reservierbare Bandbreite” einschränken.

Man gehe dafür auf Start -> Ausführen tippe gpedit.msc ein, dann bei Computerkonfiguration auf das + klicken. Danach bei Administrative Vorlagen auf das + klicken, dann wieder unter Netzwerk mit dem Klick auf das + erweitercsn, so dass sich im linken Fenster der QoS-Paketplaner öffnet. Rechts Doppelklick auf Reservierbare Bandbreite einschränken. Wähle Aktiviert und unter Bandbreitenlimit(%) “0” eintragen. Danach muss Windows neu gestartet werden. Sollte dort das Auswahlfeld auf nicht konfiguriert oder deaktiviert stehen, kann man es so lassen. Für diese Einstellungen sind Administrator-Rechte nötig.


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– Installation von Steam

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– Verzeichnisstruktur in Steam
– Konfiguration der Autoexec.cfg, Config.cfg und Userconfig.cfg
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