politik / 7.11.2007

Contergan Film

Bewegende Geschichte über den Arzneimittelskandal in den frühen 60er Jahren hierzulande. Da bekommt der Plan unserer lieben Bundesregierung, angeblich des Wettbewerbes wegen die Medikamentenzulassung und -überwachung in Deutschland zu privatisieren ganz üblen Geschmack. Von der Öffentlichkeit bisher kaum beachtet, steht der Gesetzentwurf bereits.

Ein Schelm, wer dabei an Lobbyismus denkt. Wie viel Phantasie aber braucht es, um zu erahnen, dass hier Zustände geschaffen werden, bei denen die Pharmaindustrie die Kosten für die Zulassung ihrer Produkte weitgehend selbst bestimmt, indem sie nämlich dort in Europa prüfen lässt, wo es am günstigsten kommt? Wie der groteske Run auf die “Wettbewerbsfähigkeit” bei Medikamentenzulassung und -überwachung die Medikamentensicherheit erhöhen soll, wenn sie naturgemäß nur einen Kostenfaktor darstellt, bleibt das Geheimnis des Gesetzentwurfs – auch wenn er den Begriff “Pharmakovigilanz” scheinbar in hohen Ehren hält.

Über die Pläne zur Privatisierung der Medikamentenzulassung und -überwachung

Teil 2 des Films ‘Contergan – Eine einzige Tablette’ gibt es morgen 20:15 Uhr in der ARD. Der Film konnte erst jetzt nach einem zwei Jahre andauernden Rechtsstreit gesendet werden. Der betroffene Pharmahersteller klagte gegen eine Ausstrahlung.

Einen Kommentar schreiben

oder einen Trackback hinterlassen: Trackback URL

Name und Email-Adresse bitte immer eintragen. Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.



  

nach oben