denkstelle
8.05.2008 / 1 Kommentar

Bekloppert

500 Millionen US Dollar für GTA4 in der ersten Woche. Was könnte man jetzt alles mit dem Geld in Burma anstellen. Solche Vergleiche hinken immer. Klar. Aber muss man wirklich zum vierten Mal die fast gleichen Verbrechermissionen durchspielen und dafür auch noch 65 Euro ausgeben, nur weil es jetzt ein bisschen mehr glänzt? Man könnte so viele schön nützliche Dinge kaufen. 1.000 Tabletten zur Wasseraufbereitung, mit denen zwischen 4.000 und 5.000 Liter Wasser trinkbar gemacht werden können, kosten 9 Euro. (Quelle: UNICEF). Dies ist kein Aufruf oder Appell, aber drüber nachdenken kann man ja mal.

11.03.2008

Fluch der Technik

Der Fluch der Technik ist, dass sich auf kurz oder lang fast immer auch irgendwelche Arschlöcher einfinden, die technische Innovationen dazu gebrauchen, mit ihrer Hilfe die eigenen Macht- und Kontrollstrukturen zu festigen und auszuweiten. Gerne mal an geltenden Gesetzen, Grundrechten und Menschenrechten vorbei, manchmal auch unter dem Deckmantel einer Drohkulisse irgendwelcher imaginärer Gefahren für die Gesellschaft. Möglich in den unterschiedlichsten Nuancen bis hin zu einer konkreten Schock-Strategie. Das mal ganz allgemein erwähnt.

Erfreulich im speziellen ist dann, dass das Bundesverfassungsgericht heute das massenweise Autokennzeichen-Scanning, wie es in einigen Bundesländern durchgeführt wird, für verfassungswidrig und die entsprechenden Regelungen in den Polizeigesetzen für nichtig erklärt hat. Nach diesem und dem Urteil über Online-Durchsuchungen dürfte mit der ausstehenden Entscheidung über die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland doch eigentlich nur noch ein weiteres Urteil im Sinne des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung fallen.

12.02.2008

Kaltes Land

22.01.2008

Das Beste im Leben ist, Verständnis für alles Schöne zu haben

von Menander

Dolphin Play Bubble Rings
Earthtrust’s Project Delphis

Each year hundreds of thousands of dolphins die from driftnet and purse seine fishing, from being harpooned, from being shot as crab bait, and from pollution. Although it is already known that dolphins are large-brained, intelligent, social creatures, humans continue to slaughter these amazing mammals at an enormous rate.

(via Ursi)

16.01.2008 / 2 Kommentare

Heuschrecke Nokia

Nun ja. Gestern war es jemand anders und morgen wird es wieder jemand anders sein. Vielleicht ja jemand aus der Autoindustrie, oder diese sogar komplett. Solange die Bedingungen so sind, wie sie derzeit sind, gibt es diesen enthemmten Kapitalismus auch. Ach man nennt das ja Globalisierung. Klingt modern und fortschrittlich. Fast auch wie ein Naturgesetz. Ist es aber nicht. Man stelle sich mal den Straßenverkehr ohne Verkehrsregeln vor. Wer würde dann noch freiwillig zu Fuß eine Strasse überqueren? Würde man doch nur noch machen, wenn man absolut keine andere Wahl mehr hätte. So wie die Afrikaner, die immer und immer wieder versuchen, irgendwie die Strasse von Gibraltar zu überqueren. Das ist deren Globalisierung. Uns alle bringt sie irgendwie zusammen. Schon auf recht kranke Art und Weise, oder? Aber schon noch zum Nutzen einer ganz bestimmten Kaste, die bald von ihrer eigenen Geschwindigkeit eingeholt werden wird. Und das wohl wissend. Nicht ohne Grund unternimmt man in den Bereichen Sicherheit und Kontrolle Anstrengungen, wie wir sie grad erleben, um dieses Wertesystem möglichst lange am Leben zu halten.
Aber ich schweife ab. :) Als ich heute im Flur hörte – die Unterhaltung drehte sich um Nokias Werksschließung, dass erst, wenn wir hier chinesische Löhne haben oder besser noch andersrum, dass dann auch wieder für alle genug Arbeit zurück kommt, musste ich schmunzeln. War doch erst neulich in einem Bericht aus China zu sehen, wie neureiche chinesische Fabrikanten aus der Textilindustrie dabei sind, ihre Produktionsstätten nach Afrika auszulagern. Weils dort billiger ist…

7.01.2008

Die Welt 1983

asc-terror-1982.jpg

Terrorismus im Jahre 1983. Ganz dunkel bedeutet ganz dolle, also mehr als 40 Zwischenfälle im Jahr. Und dann heutzutage das ganze Tammtamm um nichts.
Original 3928×2164 Pixel, Quelle @ Mapping Globalization – Princeton University Washington.

15.12.2007 / 4 Kommentare

Jugendliche sind Pornoterroristen

Wir waren 12 oder 13. Wir haben die Mädchen beim Tischtennis gewinnen lassen, um einen Kuss zu bekommen. Wir haben uns in Gebüschen versteckt, um zu knutschen. Wir haben uns in Kellergänge zurückgezogen, um zu fummeln. Wir haben erkundet, was Mädchen von Jungen unterscheidet. Wir haben Verbindungspunkte entdeckt, ohne es unbedingt zu verstehen. Wir haben Explosionen im Kopf – und nicht nur im Kopf – erlebt, ohne zu wissen, was los ist. Wir haben vor Freunden voll von Stolz geprahlt, wie der Kuss, wie der Gang in den Keller war. Auch damals gab es Ausreißer, die gleich das ganze Programm wollten, die einfach weiter waren, als wir. Das alles in einem anderen Land, aber es war nicht minder neu und aufregend. Das Entdecken der Welt, das Entdecken der eigenen Umwelt in persona des anderen Geschlechts ist so alt wie die Welt selbst, für den der es erlebt aber ganz neu.
» mehr…

nach oben