denkstelle
30.01.2009 / 4 Kommentare

Die Mutter der Dummen ist immer schwanger

Ein afghanisches Sprichwort. Beim Herrn Pelzig aufgeschnappt. Es ist anhand alter Sprichwörter ja erstaunlich, wie alt manch Erkenntnis doch schon ist und sich noch immer bewahrheitet.

13.12.2008

Die Helden dieses Jahrzehnts

Ja wer sind die Helden des ersten Jahrzehnts dieses Jahrtausends?

Für mich persönlich ist die Antwort evident: die Menschen, die bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen ausgerastet sind. Im Spiegel stand neulich eine hübsche Aufzählung. Ein Passagier hat seine Rasierwasserflasche gegen eine Scheibe geworfen, ein anderer hat eine Kontrolleurin geohrfeigt. Das sind meine Helden, einsame Kämpfer gegen den Sicherheitswahn.

Sagt der Philosoph Peter Sloterdijk in einem Interview für das ZEITmagazin. Die Freiheit ist für ihn der große Verlierer dieses Jahrzehnts. Launiges Interview, bitte lesen.

4.12.2008

Wie traurig

Es heißt, der Mensch sei die Krönung der Schöpfung. Es heißt aber auch, die Welt sei schon vorher vollendet gewesen. Trauriges Video. Nur anschauen, wenn man noch nicht traurig genug ist.

21.11.2008

Change

Sollte man Veränderungen ankündigen oder Veränderungen einfach verändern? Wäre ja auch wieder eine Veränderung. Die Veränderung der Veränderung quasi. Könnte dann ja auch wieder das gewohnt Alte daraus werden. Denken Sie da jetzt aber bitte nicht weiter drüber nach. :-)

2.07.2008

Alles wird gut

Eine eigentlich viel zu abgedroschene Überschrift für so ein interessantes Interview.

Bleibt in einer so materiellen Welt noch Platz für einen Sinn des Lebens?

Nein. Im Bild der griechischen Naturphilosophen kann dem Menschen kein bestimmter Sinn zugeordnet werden. Aber gerade darin hat Epikur zum Beispiel eine Befreiung gesehen: Er wollte den Menschen von der Furcht vor den Göttern befreien durch die Erkenntnis der Wissenschaft. Es liegt ja auch ein Trost darin, dass der Mensch aus Atomen besteht und früher oder später wieder in diese Atome zerfallen wird. Also braucht er sich überhaupt nicht zu ängstigen.

Altphilologe Alfred Stückelberger im Interview bei Spiegel-Online zum Thema:
Wie antike Denker die Teilchenphysik vorwegnahmen
Hoch leben die Griechen!

18.06.2008 / 1 Kommentar

Future


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Ist jetzt nicht so neu, aber ich finde es noch immer sehr beeindruckend. Eine Vision, die so niemals wahr werden möge. Obwohl sich ja alles stetig in Bewegung und Veränderung befindet. Da könnte man jetzt wild drauf los philosophieren, wohin die Reise geht, gesellschaftlich und mit der Menschheit insgesamt. Letztendlich weiß das nur der Wind. Wie dem auch sei. Ganz passend, wenn auch nicht im direkten Zusammenhang, ist das Zitat aus George Orwell’s “1984″.

10.06.2008

Verwohnter Planet

Viele Meilen nördlich von Hawaii inmitten des Nordpazifischen Ozeans gibt es einen Ort, an dem die verschiedenen Meeresströmungen strudelartig aufeinander treffen. Dort draußen, weit entfernt jedweder Zivilisation und wo man noch unberührte Natur erwarten würde, schwimmen auf einem Gebiet von in etwa der Größe des Bundesstaates Texas 150 Millionen Tonnen Plastikschrott – Zahnbürsten, Plastiktüten, der gesamte Müll aus allen Kontinenten. Zusammengehalten wird dieser “Kontinent” aus Plastik durch eine Strömung, die ähnlich des Golfstromes ist.

Ein Team von VBS.TV hat sich auf den Weg in den Ozean gemacht, um diesen Ort menschlichen Abfalls zu erkunden. Entstanden ist eine mehr als einstündige Dokumentation, die aufgeteilt in zwölf Folgen jetzt komplett im Netz ist: VBS.TV. Es ist nicht spektakulär, was man zu sehen bekommt. Es macht jedoch traurig, wenn nicht sogar wütend.
Nach Ende der Reise übrigens erfahren die Teilnehmer dieser Expedition von einem Arzt, welch toxikologischen Gefahren sie sich durch das Essen von Fischen aus diesem Gebiet ausgesetzt haben.

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