Nach Ende des Rausches folgt die Zeit der Besinnung. Das war auch schon 2006 nach Emsdetten der Fall. Ich habe dazu noch einmal ausgewählte Artikel aus dem Jahr 2006 rausgesucht. Schon damals war man, wenn auch mit etwas Verzögerung, zu einer differenzierten Betrachtung in der Lage. Eine kleine Presseschau, die auch den Stillstand in der Sache zeigt.
2009
World Of Bullshit
Wie wäre es, statt der “Computerspiele” mal populistische Studien zu verbieten? Oder deren Lektüre erst “ab 18″ zu erlauben? Es würde nichts helfen, die “Experten” sind nicht mehr zu stoppen. (taz.de)
Zu schnell geschossen
Getötet hat Tim K. mit einer Pistole – nicht mit der Maustaste. Wer jetzt laut ein Verbot von Killerspielen fordert, ignoriert die Notwendigkeit ganz anderer Debatten (zeit.de)
Amokläufe: Sind reale oder virtuelle Waffen das Problem?
Schützenvereine und Waffenliebhaber haben noch eine bessere Lobby in der Politik als die Computerspieler (telepolis.de)
2006 – nach Emsdetten, alle Artikel sind noch online
Hilflose Gewalt
Nach dem Amoklauf eines Schülers in Emsdetten sollten wir uns Zeit nehmen nachzudenken, warum junge Menschen so verzweifeln, dass sie zu solcher Gewalt greifen. (zeit.de)
Die unnützen Reflexe überforderter Politiker
Nach dem Amoklauf an einer Realschule in Emsdetten will Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann mit einer Bundesratsinitiative ein Verbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen erreichen. Andere Politiker unterstüzten dies. “Verbot! Verbot! Verbot!” Eine altbekannte Reaktion, die keinem hilft. (welt.de)
Rohrkrepierer gegen Ballerspiele
Der Amoklauf von Emsdetten war kaum beendet, da war für viele Politiker bereits klar: Killerspiele haben Sebastian B. zur Gewalt verführt. Sie müssten jetzt endlich verboten werden. Eine Forderung, die so hilf- wie wirkungslos ist. Experten sind sich einig: Kein Spiel macht ein Kind zum Mörder. (spiegel.de)
noch mehr aus 2006 hier: Zeit der Besinnung