autsch
autsch / 31.01.2006

Gammelfleisch

gammelwurst.jpg
Juhu das Gammelfleisch ist wieder da. Weihnachten ist ja auch lange um. So sollte einem also dahingehend nachträglich eigentlich nicht mehr schlecht werden. Ich hatte mich kurz vor Weihnachten schon über die günstigen Wildfleisch-Angebote mancher Discounter gewundert und mich im stillen gefragt, ob das wohl gammelige Angebote sein könnten. Heute wäre man schlauer, sofern man als Käufer damals die Etiketten aufgehoben hat.

Das Würstchen rechts habe ich übrigens am Wochenende einem orignal vakuumverpackten Glas entnommen. Ja, beim Öffnen machte es das bekannte Geräusch. Wo ich das Glas Würstchen gekauft habe, verate ich mal lieber nicht. Ich denke mal, solche Gammelware ist bei allen Discountern möglich. Leider!

autsch / 27.01.2006

Ohne Worte

autsch / 26.01.2006

Lehrstück über wachsende Macht der Online-Community

Der Vollständigkeit halber…
Jean-Remy von Matt hat auf die Reaktionen der Blogosphäre auf seine interne Firmenrundmail, in der er Weblogs als die “Klowände des Internets” bezeichnete und das Recht auf freie Meinungsäusserung in Frage stellte, reagiert. Er entschuldigte sich per Email bei ausgewählten Bloggern, wohl jene, von denen der meiste Traffic bezüglich dieses Themas ausging. Eine wirkliche Entschuldigung oder Eigen-PR?

Ein schaler Nachgeschmack bleibt, wie es Jens Scholz treffend ausformuliert. Jedoch bemerkenswert, das sich erstmals jemand, der in der Sache “Du bist Deutschland”, dem was daraus folgte und durch die Blogosphäre derart an den Pranger gestellt wurde, so direkt und entschuldigend auf die Blogosphäre zugeht.
related Links:
Sie haben Post von Jean-Remy – die “Entschuldigungs”-Email an Jens Schulz, von dessem Weblog die interne Frust-Rundmail von Matt ihren Lauf durch die Blogosphäre nahm.
Von Matt entschuldigt sich bei den “Klowänden des Internets” (SpOn)

autsch / politik / 19.01.2006

Was von "Du bist Deutschland" übrig bleibt

Die Kampagne geht diesen Monat offiziell zu Ende. Was bleibt, ist viel Hohn und Spott, sowie Frustration auf Seiten der Kampagnen-Macher.
Jean-Remy von Matt schreibt sich im internen Agentur-Newsletter von Jung von Matt den Frust von der Seele:

Meine Mutter hat mir beigebracht, dass man sich für ein Geschenk bedankt, selbst wenn man damit nichts anfangen kann. Wie Recht sie hatte, ist mir gerade wieder klar geworden.
Vor zwei Wochen startete “Du bist Deutschland”, die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten und ein riesiges Geschenk.

Die großen Verlage haben Zeit und Raum im Wert von 35 Millionen Euro geschenkt. 30 Promis der ersten Liga haben Zeit und ihr Gesicht geschenkt. Wir und kempertrautmann haben Zeit und Herzblut geschenkt.

Das Ziel: Die Miesepetrigkeit bekämpfen.

Der Dank: Miesepetrigkeit. Glücklicherweise nur von den Gruppen, von denen man nichts besseres erwarten konnte:

1. Von den Werbekollegen, die sich in den Branchenblättern eifrig zu Wort meldeten. Viele von ihnen finden die Kampagne nutzlos, “weil Werbung doch nicht das gegeignete Mittel sein kann, eine Nation wirtschaftlich wieder nach vorn zu bringen”. Nicht gut, wenn unsere Branche selber nicht mehr an die Kraft von Kommunikation glaubt.

2. Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab. Dieser neue Tiefststand der Meinungsbildung wird deutlich, wenn man unter www.technorati.com eingibt: Du bist Deutschland.)

3. Von den intellektuellen Journalisten von FAZ bis TAZ, die ihre Meinung zwar insofern gefragt absondern als sie eine nachweisbare Leserschaft haben, aber: “Den Höhepunkt an Zynismus gewinnt die Kampagne aber in dem Fernsehspot, der Schwule und Behinderte auf dem Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals versammelt” (Die Zeit).

Blöd, wenn man soviel Kopf hat, dass einem jedes Bauchgefühl verloren gegangen ist.

Übrigens: Sebastian Turner findet die Kampagne einfach nur falsch.

Falsch, was ist das? Auch nach dem 50. Mal gucken, bin ich von dem TV-Spot immer noch berührt bis ergriffen – obwohl ich nicht einmal Deutschland bin.

Kann das falsch sein?
Euer Jean-Remy
(Quelle)

Punkt 2 betreffend weist das Law-Blog auf Artikel 5 des Grundgesetz hin, welches besagt: “… dass jeder das Recht hat, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.”

Dies wird hoffentlich noch eine Ewigkeit so bleiben, auch wenn es solchen Schnöseln nicht in den Kram passt.

Vielleicht sollten wir, die bösen Blogger Deutschlands, dem frustrierten Werbekaufmann aus Brüssel mal ein paar Kuschelkissen und Pralinen zuschicken, damit dieser sich seine Frustration mit den Deutschen wegkuscheln und sein verschmähtes Bauchgefühl liebkosen kann.

autsch / 1.01.2006

Thema ‘autsch’ 2005-2002

Alte Einträge zum Thema ‘autsch’ aus den Jahren 2005 bis 2002: hier entlang

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