Film / politik / 1.11.2008

Being W.

Nachdem das cineastische Denkmal für W. von Oliver Stone mehr misslungen denn gelungen scheint – man liest zumindest davon, muss man dennoch nicht auf den letzten Tritt in den Hintern, auf eine angemessene Bilanz des politischen Wirkens dieser Person verzichten. Der französische Journalist und Komiker Karl Zéro und der Filmemacher Michel Royer liefern mit der Doku-Satire “Being W” die einzig würdige Bilanz auf die letzten acht Jahre des G.W. Bush als US-Präsidenten, sowie einen Einblick in die Zeit des Bush junior vor seiner Präsidentschaft. Die Macher lassen Bush dabei mit imitierter Stimme sogenannte Höhepunkte seiner Laufbahn als Spitzenpolitiker anhand von Archivbildern kommentieren. Das Ganze ist wirklich witzig, auch wenn einem im fortschreitenden Rückblick aufgrund der bitteren Entwicklungen das Grinsen zunehmend im Halse stecken bleibt.
Die Doku lief bereits am 28. Oktober auf arte, wird allerdings noch zweimal wiederholt: am 4.November um 9:55 Uhr und am 7. November um 0:30 Uhr. Die Brutalität des Fernsehens besteht ja nun darin, dass gute Sendungen und/oder ihre Wiederholungen zu den unmöglichsten Zeiten ausgestrahlt werden. Ganz so, damit jene, die es verpasst haben auch ja keine Chance haben, nicht doch noch mal zuschauen zu können. Aber nun gibt es – ganz leise erwähnt – ja noch dieses Internet mit seinen “freien Radikalen”.

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